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Events 2004 >>>

Junge Kreative entwickelten Ideen für den Kulturspeicher       März 2004

"European Experiements I": Ergebnisse vorgestellt

Stolz präsentieren die beteiligten Jugendlichen, Betreuer, Organisatoren und Sponsoren am Mittwochabend im Kulturspeicher Dörenthe 

die Ergebnisse ihrer Arbeit im Rahmen des Projekts "European Experiments I". Was den Kunst- und Architekturstudenten aus Polen, 

Litauen, Rumänien und den Niederlanden sowie den beteiligten

Schülern des Ibbenbürener Kepler-Gymnasiums eingefallen war,

konnte sich sehen lassen. Seit dem 15. März hatte sich die

internationale Schar Jugendlicher in Dörenthe mit dem Umfeld des

Kulturspeichers am Kanal als einem der zahlreichen Regionale-

2004-Standorte künstlerisch auseinandergesetzt. Dörenthe war 

damit einer von drei Standorten, an denen europäische Jugendliche

im Rahmen von "European Experiments I" - einem finanzielle vom

"Programm Jugend" der Europäischen Kommission und vom Kreis

Steinfurt geförderten Projekt - gemeinsam Ideen zur künstler-

ischen Ausgestaltung der Regionale-Räume entwickelten. 

Insgesamt acht Detailprojekte wurden am Mittwochabend im 

Entwurf vorgestellt. Darunter waren drei Lichtinstallationen für 

die äußere Gestaltung des Kulturspeicher-Gebäudes und ver-

schiedene Skulpturen, die im Umfeld des Kulturspeichers auf-

gestellt werden könnten. Auf besonders großes Interesse stießen auch die Motivplatten, die von Schülern des Kepler-Gymnasiums unter

Anleitung ihres Kunstlehrers Max Hohenhaus gestaltet wurden. Diese Motivplatten waren ein Vorschlag zur Gestaltung der Protalbögen,

die wiederum ein Vorschlag für die architektonische Gestaltung der Kulturspeicher-Geländes waren.

Die Grundlage, auf der die Detail-Ideen für das Gesamtkunstwerk           

"Umfeldgestaltung Kulturspeicher" entwickelt und visualisiert

wurden, war ein Modell des Kulturspeichers im Maßstab 1:200, 

das ebenfalls während des zehntägigen Aufenthalts der jungen 

Leute in Dörenthe angefertigt wurde. Die 29-jährige Architektur-

studentin Xenia Strazynska aus Poznan in Polen kann sich viel-

fältige Nutzungsmöglichkeiten für den Kulturspeicher denken, vom

offenen Theater bis hin zum Museum. Sie schlägt die Portalbögen

vor, die den Zugang zum Gelände markieren und einladenden

Charakter haben sollen. Als Sponsor hatte die Ibbenbürener Firma 

agn - Architekten Ingenieure und Generalplaner, das Projekt unter-

stützt. Gestern Abend wurden alle Ideen und Entwürfe aus Dörenthe 

gemeinsam mir den an den beiden Standorten (Rheine und Steinfurt)

entwickelten Vorschlägen in der Kunsthalle Steinfurt präsentiert. 

Ausgewählte Einzelvorschläge sollen in einem zweiten Teil des 

Projekt "European Experiments I" im kommenden Herbst realisiert werden.

"Dafür werden wir einen Folgeantrag an die Europäische Union auf

den Weg bringen", so Bernhard Ahlers, der das Projekt des Vereins

Kaja West aus Rheine koordiniert. Über die zahlreichen Ideen freute

sich auch Dr. Gerd Overmeyer, Vorsitzender des Fördervereins

Kulturspeicher Dörenthe, der gerne die Räumlichkeiten des

Kulturspeichers für das Projekt zur Verfügung gestellt hatte.

 

 

                                                                                                                                                                                  Text: Heinrich Weßling, veröffentlicht IVZ 26.03.04 

 

 

 

 

 

 

Gemeinsam auf der Suche nach Europas Identität   Kaja-Projekt 2004

"Programm Jugend" im Kulturspeicher

Draußen liegt der Frühling schon in der Luft, drinnen halten sich noch winterliche Temperaturen. Im Kulturspeicher ist es recht frisch. Doch

die jungen Männer und Frauen aus Litauen und Rumänien scheint das gar nicht zu stören. Sie haben einen weiten Weg zurückgelegt, um 

am künstlerischen Jugendaustausch "Europeans Experiments I" teilzunehmen. Weitere Teilnehmer wurden gestern Abend noch aus Polen

erwartet. Und auch Interessierte ab 16 Jahren aus Ibbenbüren und Umgebung sind eingeladen, an einem künstlerischen Dialog teilzu-

nehmen, bei dem nicht das Endprodukt im Vordergrund stehen soll. "Gegenüber dem Resultat hat der Prozess Priorität", fasst Organisator

Bernhard Ahlers vom Verein KaJa West (Rheine) zusammen. Mit anderen Worten: Das gemeinsame Erkunden und Schaffen steht im 

Vordergrund. Ahlers und der Vorsitzende des Fördervereins Kulturspeicher Dörenthe, Dr. Gerd Overmeyer, erzählen vom Hockenden Weib,

vom Kanal, der Europa verbindet, vom Kloster Gravenhorst, vom Leben im Dörenther Hafen. Die jungen Männer und Frauen sind neugierig,

sie hören aufmerksam zu. Mit scheinbarer Selbstverständlichkeit und Leichtigkeit lassen sie sich - Tausende Kilometer von ihrer Heimat

entfernt - auf lokale Begebenheiten ein. Jeder von ihnen bringt eigene Erfahrungen und seine eigene Sichtweise auf das Europa der Gegen-

wart und der Zukunft mit.

Ganz ohne Kommunikationsprobleme geht es zwar nicht, aber alle sind bemüht, eine gemeinsame Sprache zu finden. Es gehe um die

"Verschiedenheit, die uns verbindet" und darum "das Selbstsein durch das Anderssein des Anderen" zu erfahren umreißt Ahlers den 

Kerngedanken. Von einem Europa, das zusammen wächst, wird in der Öffentlichkeit viel gesprochen. Es auch zu leben, bedarf einiger 

Übung. Deshalb, so Dr. Gerd Overmeyer, habe der Förderverein Kulturspeicher Dörenthe spontan und gern die Räumlichkeiten zur Ver-

fügung gestellt. Untergebracht sind die jungen Gäste in Dörenthe. Bis Mittwoch, 24. März, werden sie sich mit Fragen der Kunst und 

Architektur beschäftigen. Geplant ist, ein Modell des Kulturspeichers zu erstellen und nach Möglichkeit spielerisch weiterzuentwickeln.

"Kunst am Bau" soll innerhalb des vorgefundenen Umfelds nach Alternativen suchen, die dann am 25. März ab 19:30 Uhr in der Kunst-

halle Steinfurt vorgestellt werden sollen.

Text: Stephan Beermann, veröffentlicht IVZ 16.03.04

 

Europäische Jugendliche entwickeln Ideen für die Region     KaJa-Projekt im Kulturspeicher Dörenthe

"European  Experiments I": REGIONALE-Räume künstlerisch ausgestalten

Inzwischen nimmt die "Regionale 2004" sichtbar Formen an und eröffnet neue Möglichkeiten der künstlerischen Aneignung ihrer Stand-

orte. So beginnt am Montag, 15. März, das Projekt "Europeans Experiments I" im Kulturspeicher Dörenthe. Im Rahmen dieses Projektes

entwickeln Kunst- und Architekturstudenten aus Polen, Litauen, Rumänien, den Niederlanden und Deutschland Ideen zur Ausgestaltung

der neuen Regionale-Räume. Der Kulturspeicher Dörenthe ist einer von drei Projektstandorten, an denen zehn Tage lang in international 

gemischten Gruppen erste Ideen, Entwürfe und Modelle zu Skulpturen und Architekturinstallationen im Kontext des jeweiligen Standorts -

in Dörenthe ist es der Bereich des Dörenther Hafens - erarbeitet. Das "Programm Jugend" der Europäischen Kommission und der Kreis

Steinfurt unterstützen das Projekt finanziell, die Regionale 2004 GmbH, Telgte fördere es ideell, so Bernhard Ahlers aus Rheine, der 

"European Experiments I" für den Verein "Kaja West" in Rheine federführend organisiert. Kaja West e.V. arbeitet neben dem Förderverein

Kulturspeicher Dörenthe e.V. auch mit dem Jugendtreff "Raduga" in Rheine, mit der Kunsthalle Steinfurt/Burgsteinfurt und mit der Evange-

lischen Jungendhilfe Steinfurt zusammen. Ahlers ist einigen Ibbenbürenern vielleicht noch in Erinnerung, nachdem er vor Jahren die um-

strittene "Schrott Krippe" in St. Michael installierte. Künstlerischer Leiter des Projektteils in Dörenthe, der in Zusammenarbeit mit dem 

Förderverein Kulturspeicher Dörenthe realisiert wird, ist Horatiu Christian Pavelescu aus Timisoaia in Rumänien. In das Projekt eingebun-

den werden sollen, so Ahlers, auch die beiden Ibbenbürener Gymnasien, die angeschrieben worden und um Zusammenarbeit gebeten

worden seien. Untergebracht würden die Jugendlichen aus den beteiligten Nationen, die in Dörenthe arbeiten, während der Zeit vom 15. bis

25. März im evangelischen Gemeindezentrum in Dörenthe. Aber auch in Dörenthe sei ein Abschlussveranstaltung vorgesehen. Eine be-

sondere Herausforderung sieht Horatiu Christian Pavelescu bei seiner Arbeit im sozialen Aspekt dieses Kunstprojekts, schließlich seien

Künstler in der Regel Individualisten und weniger daran gewöhnt, ihre Kreativität in Teams einzubringen, meint er. Zur Abschlußpräsenta-

tion am 25. März in der Kunsthalle Steinfurt soll die Öffentlichkeit eingeladen werden und sich ein Bild von der Arbeit machen, mit den 

jugendlichen Künstlern ins Gespräch kommen und prüfen, welche Vorschläge (es sollen Modelle oder Entwürfe am Computer erarbeitet

werden) noch in das dezentrale Regionale 2004 Kulturprogramm der Kommunen aufgenommen werden können. Diese Vorschläge sollen

dann in einer Folgebegegnung im September realisiert werden. 

Text: Cornelia Ruholl, veröffentlicht IVZ 15.03.04


 

 

 

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