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Events 2008 >> "Gartenzauber", Licht- und Klanginszenierung in Loismanns Garten Tanzende Elfen und verliebte Würmchen verzaubern Gäste Knapp 1000 Besucher entdeckten geheimnisvolle Welt Das etwas klapprige gusseiserne Tor zu Loismanns Garten in Dörenthe markiert schon seit Generationen den Übergang zu einem geheim- nisvoll wirkenden Ort. Inmitten der vertrauten Parklandschaft finden sich auf dem Hügel, der vor mehr als hundert Jahren beim Aushub des Dortmund-Ems-Kanals entstanden war, exotische Gehölze und Bäume aus der Ferne. Schon bei Tageslicht wirkt dieses Fleckchen Münsterland entrückt. Samstagabend jedoch nahm eine Licht- und Klanginstallation des Forums "Interart" die fast tausend Besucher mit auf eine Reise in eine Welt voller Magie, zu der
jedenfalls den meisten Erwachsenen der Zugang oft verwehrt ist. Mit Einbruch der Dunkelheit, rund zwei Stunden vor Mitter- nacht, entwickelte sich im Garten ein erstaunliches Eigenleben. Raffinierte Licht- und Scheinwerferinstallationen tauchten für einige Stunden alles Gewohnte in ein geheimnisvolles Licht, Tausende Glühwürmchen markierten die Wege. Dazu waren aus verborgenen Lautsprechern Klänge und Stimmen zu hören, die Märchen von tanz- enden Elfen und Feen erzählten und von der nie erschöpfenden Liebe kündeten. Die Technik setzte alles perfekt in Szene. Doch Hauptdarstellerin in dieser Nacht war die Natur. Zu ihr durften die Besucher in eine ganz neue, respektvolle Beziehung auf gleicher Augenhöhe treten. Wassertümpel, Blätterkleid, Sträucher und Gestrüpp, Baumkronen, Rinde, wirres Geäst - dies alles nahm unter dem wechselnden Farbenspiel stets neue Gestalt an. Man mochte den eigenen Augen gar nicht so recht glauben. Denn immer wieder bauten sich im wechselnden Licht neue Bilder auf, standen Baum- gruppen in neuen Konstellationen.
teilnehmen durften. Sie selber wurden Teil eines Gesamtkunst- werkes, beschienen vom selben Licht wie die Pflanzen und wie die hüpfenden, schwebenden, surrenden Insekten. Es herrschte eine friedliche, ruhige Stimmung, von der sich Erwachsene eben- so einfangen ließen wie Kinder. Manches Pärchen lauschte fest umschlungen unterm Maulbeerbaum dem Märchen vom Glüh- würmchen, das sich unsterblich in einen fernen, unerreichbaren Stern verliebte. Der Gartenzauber dieser Nacht war ein Geschenk, von dem viele noch lange zehren werden. Der Kreis Steinfurt hatte dieses Ereignis in Zusammenarbeit mit der RWE und den beteiligten Vereinen und Städten Rheine, Lengerich, Steinfurt und Ibbenbüren veranstaltet. Bei der Eröffnung des Projekts "Parkleuchten" im Salinenpark Rheine am Freitagabend sagte Landrat Thomas Kubendorff: "Die Gärten und Parks
strahlen nicht nur am Abend - sondern stetig und weit über das Münsterland hinaus. Sie sind Träger und Projektionsfläche unserer garten- touristischen Ambitionen. Mit "Parkleuchten" und seinen herausragenden Inszenierungen von international erfolgreichen Theatergruppen werfen wir ein Ausrufe- zeichen in den Nachthimmel, der auch für den Tag der Parks und Gärten in dieser Dimension einmalig sein dürfte." Still und beschaulich endete dieser unvergessliche Sommernachts- traum. Gegen Mitternacht radelten Gartenchefin Maria Hoppe mit ihrem Rad den Hügel wieder hinunter. Auch für sie war die Inszenierung von Loismanns Garten eine besondere Erfahrung.
Dass der Zauber ein Ende finden wird, nahm die gelassen: "Bei Tag ist der Garten auch schön." von Stephan Beermann, veröffentlicht IVZ 9. Juni 2008
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