|
|
||||||
| Navigation | ||||||
| Jahresübersicht | Rückblick | |||||
|
Events 1998 >> Landwirt fertigt für seinen Garten ein Blumenblatt Sandsteinseminar im Kulturspeicher am 23. und 25. Oktober 1998 Emsig waren die neun Frauen und Männer, alles Anfänger, bei der Arbeit. Zum Teil mit Schutzbrillen ausgestattet, standen sie vor Sand- oder Kalksteinblöcken und versuchten sich an der künstlerischen Gestaltung dieses Natursteins. Einer von ihnen war Gregor Overmeyer. Der Landwirt aus Hopsten-Halverde nahm am Wochenende am "Sandsteinseminar" des Fördervereins "Kulturspeicher Dörenthe" teil. Normalerweise beschäftigt er sich mit ganz anderen Dingen, mit Tieren und mit Boden. Am Wochenende fertigte er ein Blumenblatt aus Sandstein für seinen Garten. Er wollte einmal etwas anderes machen als in seinem beruflichen Alltag. "Hier kann man vielleicht eine andere Ader in sich entdecken", so seine Motivation, denn als Landwirt betätige man sich künstlerisch eigentlich überhaupt nicht. Geleitet wurde das Seminar von Christoph Probst, Bauleiter bei der Firma Paetzke. Bildhauer Jörn Lensch unterstützte die Teilnehmer in der Gestaltung und der Handhabung des Werkzeugs. Hatte die Gruppe am Freitag zunächst den Steinbruch Woitzel besucht, wo sie sich über die Gewinnung des Sandsteins informierte, besichtigte sie anschließend die Firma Paetzke, um zu sehen, wie ein Sandstein weiterverarbeitet wird. Praktische Erfahrungen standen dann am Samstag und Sonntag auf dem Programm. Die Teilnehmer sollten an diesen beiden Tagen ein Gefühl bekommen für den Stein und für das Werkzeug. "Bei der Bearbeitung von Naturstein nimmt man grund- sätzlich etwas weg. Von daher muss man sich überlegen, was man machen will, und wie man es erreicht. Man muss aus dem Block zum fertigen Stück denken", informierte Christoph Probst. Die Teilnehmer überlegten und machten sich unter fachkundiger Anleitung an die Arbeit. Es entstanden zum Beispiel ein Pferdekopf als Relief, eine abstrakte Figur als Halbrelief oder ein Sockel für eine Sonnen- uhr. Jeder arbeitete mit äußerster Konzentration an seinem Werk. veröffentlicht IVZ 26. Oktober 1998
Fast ein Hafenleben nur ohne Hafenkneipe Kulturspeicher besteht Bewährungsprobe Farbig genug war zweifellos das Programm, mit dem sich der Kulturspeicher am Dortmund-Ems-Kanal in die Reihe der kulturellen Ver- anstaltungsorte in Ibbenbüren einreihte. Vom Samstagnachmittag bis zum Sonntagabend erprobten die verschiedensten Gruppen die Eignung des alten Gemäuers. Und über mangelndes Publikumsinteresse zur Eröffnung brauchten sich weder die Aktiven noch die In- itiatoren zu beklagen. Ein wunderbarer Ausstellungsraum ist im zweiten Stockwerk entstanden. Eingeweiht wurde am Samstagnachmittag mit Landschafts- fotografien von Monika Haselon, die über ein Jahr, immer vom gleichen Standpunkt aus, ins Münsterland hineingesehen hat, bei Sonne, Regen, Nebel, in allen Jahres- und zu allen Tageszeiten. Anschließend bemächtigte sich die kulturschaffende Szene aus Ibbenbüren und Umgebung der neuen Spielstätte, oder sie zeigte auf ihre Weise, dass sie die Initiative um diesen Speicher nach Kräften unter- stützen will. Schauspieler, Musiker und Rezitatoren zwischen sieben und 78 Jahren hatten sich und ihre Produktionen für das Start- wochenende kostenlos zur Verfügung gestellt, ebenso wie die vielen Helfer rund um die Veranstaltung. Symbolisch scheint es, dass als allererste die Damen des Ni(e)rosta-Theaters die Bühne betraten. In vier "Wohnzimmergeschichten", Szenen, die sie zum Teil selbst erarbeitet haben, zeigten sie, wie man mit dem Altern mehr oder minder erfolgreich zurechtkommt. Ebenfalls gut in die Umgebung passten die Gedichte und Prosatexte von Annette von Droste Hülshoff, die Ingeborg Grau, Christel Müller und Herbert Börger vortrugen, unterstützt von Heike Janßen-Müller am Flügel. Die IVZ hat über die Premiere in der Alten Spar- kasse berichtet. Am neuen Ort erwies sich die Akustik auch für leise Töne bestens geeignet. Allerdings drangen von außen weniger erfreuliche Geräusche durch die nur notdürftig ausgebesserten Fenster. Fast echtes Hafenleben, und das ganz ohne Hafenkneipe. Den ersten kraftvollen Soundcheck machten "Blacky and the Magic Tones" am späten Abend. Die Band von "Blacky" Schwarze- Beßler blies und zupfte zur Party für Aktive und Gäste. Ein Gottesdienst eröffnete das Sonntagsprogramm. Den anschließenden Jazz-Frühschoppen mit Bigband und Combo der Musikschule nutzten nicht nur die Geldinstitute für ihren "Antrittsbesuch". Nachbarn, gesellschaftliche Gruppen, die Truppen anderer Veranstaltungsorte und viele Interessierte machten sich vertraut mit den Räumen, ihren Möglichkeiten und Mängeln. Am Nachmittag waren es eher die Kinder, die die bunten Figuren des Schwarzlichttheaters bestaunten, die ersten Versuche als Jongleur unternahmen oder mit Agnes Bryja und Eva Jarminowski im Jugendstück "Das Schätzchen des Piraten" erleben konnten, wie trotz vieler Widrigkeiten echte Freundschaft entstehen kann. Über die beiden Premieren am Sonntagabend, "Die kahle Sängerin" von Eugène Ionesco (Quasiso-Theater) und "Die wunderbare sexy Welt des Theaters" (Fronztheater), berichtet die IVZ am Dienstag ausführlich. Das Schnupperwochenende gibt jedenfalls große Hoffnungen, dass kräftiges neues Leben in dem roten Backsteinbau sprießt und weiter wachsen wird. Aber bis dahin ist noch viel, noch sehr viel zu tun. Text: Wilm Froese, veröffentlicht IVZ 8. Juni 1998
Programm der Eröffnungsgala Samstag, 6. Juni 1998 16.00 Uhr Ausstellungseröffnung: "Eine Landschaft" Fotografien von Monika Haselon 18.00 Uhr Ni(e)rosta Theater "Wohnzimmergeschichten" 19.30 Uhr "Annette von Droste Hülshoff" Ein Abend mit Gedichten, anderen Texten und Musik anlässlich ihres 150. Todestages. 22.00 Uhr Party mit Livemusik "Blacky and the Magic Tones". Sonntag, 7. Juni 1998 09.30 Uhr Gottesdienst im Speicher "Kirche und Kultur" 11.00 Uhr Jazzfrühschoppen "Big Band und Latin Jazz Combo der Musikschule" 14.00 Uhr Kindertheater "Zauberei im schwarzen Licht" 15.00 Uhr & 17.00 Uhr Jonglier- und Akrobatikworkshop für Kleine und Große 16.00 Uhr Kindertheater "Das Schätzchen der Piratin" VHS Theater 18.00 Uhr "Die kahle Sängerin" Quasi-So-Theater 19.30 Uhr "Die wunderbare, wunderbare sexy Welt des Theaters" Fronz Theater. Der Eintritt ist zu allen Veranstaltungen frei. Diese Veranstaltung ist eine Initiative Ibbenbürener KünstlerInnen und Theaterleute. Veranstalter: ev. Markus-Paulus-Gemeinde Ibbenbüren.
|
||||||
|
www.kulturspeicher.net | www.kulturspeicher-doerenthe.de | www.kulturspeicher.com |
||||||