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Events 2010>>

 

Schiffe, Skulpturen und ganz viel Musik                              am 15.8.2010

Hafenfest rund um den Kulturspeicher ist ein Besuchermagnet

Bedeckt zeigte sich der Himmel über Dörenthe, dennoch waren die Organisatoren rund um Dr. Gerhard Overmeyer mit dem Verlauf des

Hafenfestes zufrieden. Bereits die Kulturnacht am Samstagabend war sehr gut besucht. Und auch am Sonntagnachmittag hatten viele

Ausflügler einen Abstecher zum Hafengelände im Programm. Dafür hatten sich die Organisatoren am Kulturspeicher einiges einfallen

lassen. Bereits morgens begannen unter fachmännischer Anleitung von Friedhelm Nigge- 

mann, zehn Nachwuchssteinmetze ihr Sandsteinseminar. Während des Seminars meißelten

sie aus unförmigen Steinrohlingen Skulpturen und kleine Brunnen. "Das war das letzte von

sieben Seminaren in diesem Jahr", erklärte Niggemann, der sich einmal mehr darüber freute,

dass auch dieser Workshop so gut angenommen wurde. Die Teilnehmer kamen aus der

Region und sogar aus den Niederlanden. Besonders eifrig dabei war auch "Steinmetz-

neuling" Heinz Neumann, der den Kursus von seiner Ehefrau zum Geburtstag geschenkt

bekommen hatte.

Um 12 Uhr eröffnete das Hafenfest offiziell seine Pforten. Wie der Name vermuten lässt, steht

die Veranstaltung auch in einem maritimen Zusammenhang. Dieses jedoch nicht nur des-

wegen, weil den Dörenther Hafen Binnenschiffe passieren und auch mal anlegen, sondern

auch weil die DLRG-Ortsgruppe Ibbenbüren in Mannschaftsstärke und mit Rettungsboot

angerückt war. So hatten sämtliche Besucher die Gelegenheit, das vielfältige Thema 

"Wasserrettung" kennenzulernen. Wer Lust und Mut genug hatte, wagte sich in das gut 

motorisierte Rettungsboot und düste im Speedboot-Tempo über den Dortmund-Ems-Kanal. Der Ibbenbürener Schiffsmodellclub hatte es

dagegen nicht so einfach mit dem Wasser. Die geplante Kanalregatta musste aus technischen Gründen ausfallen, sodass die Boote

nicht zu Wasser gelassen werden konnten. So blieb den Besucher nur die Möglichkeit, sich

die mit großer Liebe gefertigten großen und kleinen Schiffe aus nächster Nähe im "Trocken-

dock" anzuschauen. Vom Segelboot über Rennboote bis hin zum zwei Meter langen

Passagierschiff wurde alles geboten. Neben diesen Attraktionen zeigte sich auch der 

Löschzug der Feuerwehr Dörenthe mit einem Tanklöschfahrzeug und bot Gelegenheit zur

Besichtigung. Musikalisch wurde der Sonntagnachmittag von den Nachwuchsgruppen "Tonic

Ice" und "Impuls" begleitet.

Insgesamt war es ein gelungener Nachmittag, den viele Besucher gezielt und manche Rad-

wanderer spontan auch zum Pausenschnack bei Kaffee, Kuchen und Bratwurst nutzten.

Text und Fotos: Daniel Döhring, veröffentlicht IVZ 17.08.2010 

 

 

 

 

 

 

 

Kubanische Rhythmen gehen direkt ins Blut                        am 14.8.2010

Lateinamerikanische Nacht am Kanal in Dörenthe

Die Kulturnacht des Kreises Steinfurt ist seit Jahren mit einem dicken Kreuz im Terminkalender von Partygängern und Musikliebhabern

versehen. "Unbedingt hingehen!" soll das heißen. Denn die Veranstaltung verspricht ein abwechslungsreiches Programm, bei dem keine

Langeweile aufkommt. Im Kulturspeicher in Dörenthe hatte in diesem Jahr die Salsa-Band "Trio Loco" ein tanzwütiges Publikum angelockt.

Die lateinamerikanischen Rhythmen im Stil des "Buena Vista Social Club" gingen ins Blut und brachten die Hüften der Besucher zum

Schwingen. Trotz der kleinen Besetzung war das musikalische Salsa-Feeling perfekt. Das fanden auch die Tänzer der Gruppe "Emsland-

salsa" aus Lingen und Rheine. Nicht alle Live-Bands bekämen das so gut hin, meinten sie. Dass Salsa ganz 

einfach zu erlernen ist, zeigten Tanzlehrer Dietmar Popp und einige Paare in einem kleinen Workshop, bei 

dem fast alle Besucher mitmachten. Nach einigen Schrittfolgen folgten erste Drehungen, und sogar Figuren 

wie der Fächer, gelangen fast mühelos. Ein gutes Rhythmusgefühl und Freude an der Bewegung reichen 

schon aus, dann macht Salsa-Tanzen richtig Spaß. Die Salsa cubana sei sehr bodenständig, erklärte Popp,

aber es gibt verschiedene Tanzstile, die sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt haben. Sie wurden von Exilkubaner in die USA

gebracht und zum New York Style oder Los Angeles umgewandelt. 

In Dörenthe war es am Samstagabend warm und trocken, sodass auch der Grill im Freien umlagert war. Mitglieder des Fördervereins

Kulturspeicher Dörenthe verwöhnten die Gäste mit Mini-Wraps und Bratwürsten. Auf der Bühne sangen und spielten die beiden Kubaner

Jorge Sanchez und Alejandro Cagigas Zarran mit Keyboarder Matthias Hirth aus Leipzig bekannte Titel aus dem Repertoire des Buena

Vista Social Club wie "Chan Chan" oder El cuarto de Tula". Der Buena Vista Social Club in Havanna war in der 1940er-Jahren ein Ver-

anstaltungsort, an dem sich junge Leute trafen und miteinander musizierten. Fast fünfzig Jahre später nahm der amerikanische Gitarrist

Ry Cooder mit einigen Veteranen des Clubs eine Platte auf, die ein großer Erfolg wurde und die Salsa-Welle auch nach Europa schwappen

ließ. Wim Wenders bekam für seinen Dokumentarfilm über Konzerte der Gruppe zahlreiche Preise. Seitdem grassiert weltweit das Salsa-

Fieber und ein Ende des Erfolgs ist nicht abzusehen. In Dörenthe waren auch Titel wie "Corazón Espinado" von Carlos Santana und "Un

Monton de estrellas" des kubanischen Sängers und Songschreibers Polo Montanez zu hören. Mit Piano, verschiedenen Persussions-

Instrumenten, Gitarre, einer passenden Bühnenperformance und ihren schönen Stimmen zauberten die Musiker scheinbar mühelos kari-

bische Gefühle an den Dortmund-Ems-Kanal.

Text und Bilder: Brigitte Striehn, veröffentlicht IVZ 17.08.2010

 

"Körper und Seele blühen auf"                                                 am 13.6.2010

Garten, Kunst und Gartenkunst - Entdeckungstour durch Dörenthe

Farbige Impressionen und duftende Blütenmeere, Terrassen, Lauben, Stege, 

die sich als lauschige Freiluftzimmer präsentierten, idyllische Gartenteiche,

plätschernde Wasserläufe, unzählige phantasievolle Extras - private Gärten in

Dörenthe erlaubten Gartenfreunden am Sonntag einen Blick hinter ihre Mauern, 

Zäune und Hecken. Und was die Besucher erwartete, war nicht nur facetten-

reich und liebevoll gestaltet, oft auch zum Niederknien schön. Als ein Fest für 

die Sinne entpuppte sich die Entdeckungstour „Kunst und Garten“, eine Reise 

durch private Gärten, zu der die IG Dörenthe eingeladen hatte. Nahezu alle Dörenther Vereine, zahlreiche Privatpersonen, Künstler und

Firmen waren beteiligt, um ihren Gästen einen Tag ohne Gleichen zu bescheren. Kameras klickten überall, um die Schönheiten im Bild

festzuhalten. Die Besucher staunten und waren voll des Lobes. Eröffnet wurde das Event am Vormittag im Kulturspeicher, musikalisch

umrahmt von der Big Band der Musikschule unter der Leitung von Stefan Schomaker.

Heiner Löpmeier, Vorsitzender der IG Dörenthe, begrüßte die Gäste und dankte allen

Gartenbesitzern und Mitstreitern, die es ermöglicht haben, dass die vielen Gärten ge-

öffnet sind. Der stellvertretende Landrat Bernhard Hembrock ging unter anderem auf die

gesundheitlichen Aspekte von Gärten und der Gartenarbeit ein. Der Garten sei nicht nur

etwas für die Augen, so Hembrock, "Körper und Seele blühen bei dieser Arbeit an der

frischen Luft auf." Er wünschte den Teilnehmern eine schöne Entdeckungstour. 

Grußworte sprach auch Kämmerer Martin Burlage in Vertretung für den Schirmherr, Bürgermeister Heinz Steingröver. "Dörenthe hat vieles

zu bieten, was Leuchtkraftcharakter hat", meinte er. Davon konnten sich die Besucher wahrlich überzeugen. Zu Fuß, mit dem Fahrrad,

einem Shuttle-Service oder dem eigenen Auto machten sich die vielen Gartenfreunde auf die Rundreise zu den 18 ausgewiesenen

Stationen mit ihrem riesigen Garten-, Kunst- und Gartenkunstangebot.

Ein besonderes Gartenhighlight war der "Japanische Garten" der Famile Ahmann, der 

2009 als schönster Privatgarten Deutschlands beim Wettbewerb "Entente Florale - eine

Stadt blüht auf" prämiert wurde. Eine japanische Oase voller Symbolik mit einem japa-

nischen Tor, einem großen Gartenteich mit Koi-Karpfen und Bachlauf, Steinlaternen,

immergrünen Nadelhölzern, Rhododendren und Azaleen, einem wunderschönen Teehaus,

das einen perfekten Überblick über den Garten bietet und vielem mehr. Die Besitzer, 

Maria und Paul Ahmann, zeigten ihren Garten gerne, und die Besucher konnten mit ihnen 

über die fernöstliche Gartenkunst diskutieren. "In einem japanischen Garten gilt es, künstliche und natürliche Schönheit in Einklang zu

bringen, so dass dadurch ein harmonischer Gesamteindruck entsteht, der Ruhe ausstrahlt und den Betrachter zum Verweilen einlädt",

erklärte Paul Ahmann. 

Tipps und Anregungen für den eigenen Garten konnten sich die Interessierten 

aber auch in vielen anderen traumhaft schönen Gärten holen, angefangen bei den

traditionellen Bauerngärten über naturnahe bis hin zu ganz modern und sehr

individuell gestalteten Gärten. Auch NaturaGart, eine riesige Teich und Garten-

anlage mit Unterwasserpark und Café, ein Paradies für Gartenfreunde und Tauch-

fans, war in diese Rundreise einbezogen. Im Kulturspeicher, in Kirche, Kinder-

garten und teilweise auch in Gärten waren Ausstellungen verschiedener Künstler 

zu sehen. Petra Engelbert eröffnete ihre Malwerkstatt, eingebunden in ihrem 

naturnahen Garten, an diesem Tag offiziell. Superschöne Detailfotos aus

Garten und Teich beispielsweise stellte der Diplom Designer Michael Rateike

aus. Die Zucht-, Reit- und Fahrgemeinschaft Dörenthe lud zu ihrem Fahr-

turnier ein. Für Gaumenschmaus war ebenfalls gesorgt. Das Wetter war

perfekt für so einen Tag. Kunst und Garten war ein Erlebnis der besonderen

Art - nicht nur für Gartenfreunde.

Text und Fotos: Marianne Sasse, veröffentlicht IVZ 14.06.2010

 

 

 

 

Folk vom Feinsten im Kulturspeicher

Musikschulkonzert war voller Erfolg

„Der Saal ist ja rappelvoll, unglaublich!“, freute sich Clemens Lügger 

nach einem Blick von der Bühne des Kulturspeichers Dörenthe

hinunter ins Publikum. Die im nachfolgenden Konzert gebotenen

Leistungen rechtfertigten den guten Besuch allemal. Die besten Kon-

zerte entstehen dann, wenn sich typischer Live-Charakter und viel

Spontaneität, hoher individueller Einsatz aller Beteiligten und mitrei-

ßend lockeres Ensemblespiel miteinander zu einem stimmigen Gan-

zen vermengen. Am Freitagabend war das so, als die Folklore-

Ensembles der Ibbenbürener Musikschule zum bemerkenswerten 

Konzert aufspielten, in dem die Ergebnisse eines Workshops vom

Himmelfahrts-Wochenende präsentiert wurden. Der Anlass war dabei nicht irgendein Jubiläum, sondern „Spaß an der Musik“, wie es der

Musikschul-Chef Rolf Janssen-Müller formulierte. Angeführt von der stilecht am Waschbrett fungierenden siebenjährigen Julie Schulz, die

sich zudem als Waschfrau verkleidet hatte („sogar gebügelt und gestärkt“), gelang der Nachwuchsformation „Folkkids“ mit der „Irish

Washer Woman“ ein mitreißender Auftakt. In der Rolle der „Annemarie“ wollte Julie mit bestens aufgesetztem Zickenalarm partout nicht

tanzen, und der ganzen Gruppe gelangen dabei die anspruchsvollen Schwerpunktwechsel so selbstverständlich, als sei das die einfach-

ste Sache der Welt. Das „Patchwork“-Ensemble spielt

keinesfalls so, wie es der Name befürchten lässt. Im Gegen-

teil: Die „Patchworker“ waren es, die durch perfektioniertes,

keinesfalls zufällig wirkendes Ensemblespiel beim „Whiskey

in the jar“ das Publikum zum Mitklatschen und Mitsingen

brachte. Ganz klar: „Patchwork“ baute das Stimmungs-

fundament, das die „Folkkids“ gelegt hatten, eindrucks-

voll aus. Jedes Mitglied, so schien es, spielt bereits jetzt

mehrere Instrumente, und das mit viel Leidenschaft. Zur

Folklore gehören Vokalbeiträge nun mal dazu, und beim

„Westerland“-Hit stand ein mehrstimmiger Gesang sogar im 

Vordergrund. Das traut sich lange nicht jeder. Zum familiären 

Charakter gehört auch das Präsent, mit dem sich die Mitglieder beim Ehepaar Lügger für den Gewinn des 3. Preises beim Wettbewerb

„Jugend musiziert“ (auf Bundesebene, wohlgemerkt) bedankten, eine tolle Geste! Auch bei der Gruppe „Maracatu“ gehen die Instrumente

wie selbstverständlich von Hand zu Hand. In faszinierender Klezmer-Manier zog das Ensemble den israelischen „Firedance“ durch, und

auch die folgenden Beiträge wurden allesamt zu Höhepunkten, angeführt vom „Big Strong“ Lukas Antoine, der das Bad innerhalb seiner

„Querflöten-Gespielinnen“ genießen durfte. „Ceol“, das sind die Langgedienten, die Professionals innerhalb der Ibbenbürener Folklore-

Szene Dieses Ensemble ist derart gut geschult und tritt so souverän und spielfreudig auf, dass es sich leisten kann, spontan zugerufene

Musikwünsche umzusetzen. Da muss man schon weit über den Dingen stehen, und die Beiträge wiesen das auch nach: „Overlander“,

„Marie Carulette“, „The Star of the County Down“, „Johnny Cope“. „Dann tobt die ganze Bude, alle hüpfen in die Höh“, hatte „Ceol“ am

Anfang Stefan Raab korrekt zitiert. Genauso war es nämlich am Freitag im „Kulturspeicher“. Hoffentlich hat jemand die dargebotene Kultur

tatsächlich gespeichert. Die besten Konzerte sind halt die mit ausgeprägtem Live-Charakter. Gerne mehr davon, der Saal wird wieder

„rappelvoll“!

Text: Gerhard Baune, Fotos: Anna-Lena Himstedt veröffentlicht IVZ 1. Juni 2010

 

800 Euro für neues Piratenschiff

Große Freude beim Markuskindergarten in Dörenthe: 800 Euro bekam die evangelische Einrichtung von der Band "FALTENROCK" ge-

spendet. Die Summe entspricht dem Erlös aus dem Getränke- und Eintrittskartenverkauf beim Benefizkonzert der Band Mitte Mai im 

Kulturspeicher Dörenthe. "Wir freuen uns riesig", bedankte sich Kindergartenleiterin Kerstin Runde - auch im Namen aller Kinder - bei 

den Musikern. Einen Verwendungszweck für das Geld gibt es bereits: "Wir wünschen uns ein kleines Piratenschiff", verriet Kerstin Runde.

Das soll an der Stelle auf dem Kindergartenspielplatz entstehen, wo jetzt noch ein altes, morsches Holzhäuschen steht. Ihren nächsten

Auftritt bestreitet die Band "FALTENROCK", die ihren Proberaum übrigens im Keller des Kindergartens hat, am Samstag, 5. Juni, ab 21

Uhr im Cafe/Restaurant "Moderne Zeiten" anlässlich der 8. langen Nacht in Emsdetten.

Text: André Elshoff, veröffentlicht IVZ 1.Juni 2010

 

Handgemachte Rockmusik kennt keine Altersgrenzen

Benefizkonzert der Band "Faltenrock" im Kulturspeicher Dörenthe

Gute Rockmusik kennt keine Altersgrenzen, weder bei den Musikern

auf der Bühne, noch bei den Zuhörern. Das zeigte sich beim ersten

Konzert der Formation "Faltenrock" am Samstagabend im Kultur-

speicher Dörenthe. Vor einem halben Jahr hatten Bassist Uli Kattman

und Gitarrist Stefan Laumann die Idee, eine Live-Coverband zu gründen.

Sie wollten das Publikum nicht nur mit Oldies, sondern auch mit

brandaktuellen rockigen Chart-Titeln in gute Laune versetzen. Am

Schlagzeug stieg Jochen Wiehager ein, Andreas Winnemöller brachte

sein Keyboard mit. Sängerin Sandra Kuhs und Stefan Kuhs als Sänger 

und Lead-Gitarrist vervollständigten die Band. Schon bei den ersten Proben stellte sich heraus, dass alle auf einer Wellenlänge lagen.

Werbemaßnahmen und die Erstellung einer Homepage (www.faltenrock-live.de) wurden auf den Weg gebracht und das Zusammenspiel

perfektioniert. Die Chemie stimmte sofort und auch ein Name für die Gruppe war schnell gefunden. "Faltenrock" nannten sich die Sechs

fortan, da sie schon einige Jahre Bühnenerfahrung mitbringen und sich bei den Herren die ersten Fältchen im Gesicht zeigen, wie sie 

selbst sagen. Als sie im Herbst 2009 feststellten, dass die Proben super liefen und sie viel Spaß miteinander haben konnten, fassten 

die Bandmitglieder, alle aus dem Kreis Steinfurt, ein erstes Konzert im Frühjahr 2010 ins Auge. Sie waren sich einig, ihr Debüt als

Benefiz-Konzert zu organisieren. Der Kulturspeicher Dörenthe war als geeignete "Location" schnell gefunden. Mitglieder des Förder-

vereins übernahmen die Bewirtung am Grill und am Tresen. Als Partner suchten sich die Musiker das Familienzentrum Markus-

kindergarten, ganz in der Nähe gelegen. Deren Leiterin Kerstin Runde

und die Erzieherinnen waren schnell für das gemeinsame Projekt zu

begeistern. Am Samstagabend herrschte im Kulturspeicher Party-

stimmung pur. Die Band hatte für das erste Konzert ein fast vier-

stündiges Programm zusammengestellt, das mal energiegeladen, mal

mit ruhigen Balladen daherkam. Klassiker von Billy Idol, Simple Minds,

Queen oder Bon Jovi wechselten sich mit Deutsch-Rock und aktuellen

Titeln ab. Die Mischung sorgte für beste Laune bei den etwa 80

Besuchern, denen Live-Musik lieber war als Playback-Geträller. 

Verbesserungen sind noch drin, aber insgesamt gefiel die Zusammenstellung dem Publikum sehr gut. Die Ankündigung, dass der Markus-

kindergarten demnächst einen Spendenscheck erhält, wurde mit Beifall aufgenommen. Kerstin Runde freute sich über die gute

Zusammenarbeit bei dem Projekt.

Text und Fotos: Brigitte Striehn, veröffentlicht IVZ 18.5.10

 

 

 

Mit Jazz in den Mai

Förderverein Kulturspeicher Dörenthe lud ein

Ein kleines Jubiläum hätte Dr. Gerd Overmeyer vom Förderverein Kultur-

speicher Dörenthe feiern können: Bereits seit zehn Jahren bietet der

Kulturspeicher den Jazz-Frühschoppen am Dortmund-Ems-Kanal an. 

Und immer mit dabei ist das Werner-Beckmann-Sextett, das mit leich-

tem Jazz für gute Atmosphäre und für einen großen Zulauf sorgt. Saxo-

fon, Trompete, Schlagzeug, Bass und Keyboard schallten weithin hörbar 

in den Hafen. "Wir haben hier immer wieder eine Menge Spaß und spielen 

mit großer Freude am Kulturspeicher, einzig allein der Wind macht uns zu schaffen", so Werner Beckmann, der mit seiner Band bereits 

im 13. Jahr Jazzbegeisterte unterhält. Viele Maiwanderer und Radgruppen

nutzten den Frühschoppen für ihre erste Pause oder waren eigens wegen

des Frühschoppens nach Dörenthe gekommen. Andere reisten mit dem

Taxi aus Ibbenbüren an, um sich nach einem guten Frühstück und

swingender Musik zu Fuß auf den Rückweg zu machen. Trotz des nur

aprilhaften Wetters zeigte sich Dr. Gerd Overmeyer und die Besucher des

Frühschoppens wieder einmal sehr zufrieden mit der Veranstaltung.

 

 

Text und Fotos: Daniel Döhring veröffentlicht IVZ 3.5.2010

 

 

Starke Stücke im Dörenther Kulturspeicher

Der junge Jazz-Trompeter Florian Menzel zeigte ein beachtliches Können.

Junge Musiker haben viele Verpflichtungen und müssen ihre Auftritte gut organisieren. Da ist es manchmal erforderlich, sich unkompli-

ziert neu zu formieren. Dem jungen Jazz-Trompeter Florian Menzel fiel es offensichtlich nicht schwer, für sein Konzert am Freitagabend 

im Kulturspeicher Dörenthe eine neue Besetzung zu finden. Das angekündigte Alex-Lex-Sextett spielte also ohne Alex Lex am Schlag-

zeug, dafür trommelte sich Dominique Ehlert durch das Programm und begeisterte mit kraftvollen Soli die Zuhörer. Leider war die Reso-

nanz des Ibbenbürener Publikums nicht berauschend. Wer nicht da war, hat etwas verpasst. Der Kulturspeicher in Dörenthe ist die

perfekte "location" für Jazzkonzerte. Die Beleuchtung passt zum Raum, die Akustik stimmt und die jungen Leute hinter dem Tresen

sorgen für den Getränke-Nachschub - was will man mehr.

Dr. Gerd Overmeyer, der Vorsitzende des Fördervereins, begrüßte 

die Zuhörer und versprach ein temperamentvolles Konzerterlebnis. 

Nach dem Intro mit Wayne Shorters "One by One" stellte Florian

Menzel seine Formation des Abends vor. Neben Dominique Ehlert 

an den Trommeln, Becken und Schellen bewiesen Stefan Schultze

(Piano), Evgeny Ring (Altsaxophon), Max von Einem (Posaune) und 

Tom Berkmann (Bass) großes Können. Dass sie sich gut verstanden,

war nicht nur musikalisch zu hören, sondern auch in Blicken,

Gesten und Anspielungen spürbar. Florian Menzel als Bandleader 

kam die Aufgabe zu, die Titel anzukündigen und einiges zu den Komponisten zu sagen. Die Jazz-Legende Wayne Shorter war mit

Stücken wie "Backstage Sally" oder der schönen Ballade "Contemplation" mehrmals vertreten. Seine Aussage aus den Siebzigern "Our

music is the folk music of the future" (Unsere Musik ist die Volksmusik der Zukunft) ist zumindest unter Jazz-Liebhabern unumstritten. 

Der Titel "Caravan" von Juan Tizol ist im "Realbook", einer Sammlung der wichtigsten Jazzstandards, unter der Rubrik "Latin" aufgeführt. 

Er diente den Musikern dazu, ihre Improvisationskunst zu zeigen, tolle Soli zu präsentieren und das Publikum beschwingt in die Pause 

zu entlassen. Florian Menzel ist noch jung an Jahren, hat aber schon reichlich musikalische Erfahrung gesammelt, seitdem er im Alter 

von fünf Jahren mit dem Trompete-Spielen begann. Für die Zukunft hat er sich viel vorgenommen: Die Beendigung seines Studiums am

Jazz-Institut Berlin, das Zusammenspielen mit den besten Leuten, die es gibt und ein längerer Aufenthalt in den USA stehen in den

nächsten Jahren in seinem Terminkalender. Gerade wird eine CD produziert, die demnächst erscheinen wird. Nach der Pause widmeten

sich die Musiker weiter dem Hardbop, der irgendwo zwischen Blues und Modern Jazz angesiedelt ist. "Buhaina´s Delight" von Curtis 

Fuller oder die "Fantasy in D" von Freddie Hubbard ergänzten weitere Stücke von Wayne Shorter, bis eine Jazz-Version von "Moon River"

das Konzert beendete. Bekannt geworden ist die Melodie von Henry Mancini 1962 als Thema des Films "Frühstück bei Tiffany´s", in-

zwischen gehört sie zu den Jazzstandards und wurde von zahllosen Musikern ins Repertoire aufgenommen. Florian Menzel und seine

Begleiter haben eine Version hinzugefügt, die dem Publikum in Dörenthe gefiel, sodass es gern Beifall spendete. Junge Nachwuchs-

künstler müssen eine Menge leisten, um Anerkennung zu finden. Der erste Auftritt des Ensembles um Florian Menzel war gelungen.

Bilder + Text: Brigitte Striehn, veröffentlicht IVZ 20.04.10

 

 

Mit voller Leidenschaft

"B.B. and the Blues Shacks" begeistern im Kulturspeicher Dörenthe

Der plötzliche Wintereinbruch hat die Fans von Blues und Soul am vergangenen Freitag nicht daran gehindert, den Kulturspeicher in 

Dörenthe ordentlich zu füllen. Mit angenehmer Lautstärke und gut abgemischtem Sound hatten die fünf Vollblutmusiker aus Hildesheim -

Michael Arlt (Vocals/Gitarre/Harp), Andreas Arlt (Gitarre), Dennis Koeckstadt (Piano/Synthi), Henning Hauerken (Bass) und Bernd Egger

(Drums) - bereits nach dem zweiten

Stück das Publikum auf ihre Seite. 

Mit Leidenschaft und Perfektion

beherrschten "B.B. and the Blues

Shacks" ihre Instrumente und zau-

berten eine tolle Stimmung hervor. 

Die Künstler bestätigten die Beur-

teilungen Götz Alsmanns, der ge-

sagt haben soll: "B.B. - die wohl 

beste Blues-Band, die ich je in

Deutschland gehört habe!"

Bewundernswert war der Umgang 

mit der Harp, der Mundharmonika, 

die der Solist und Sänger Michael 

Arlt abwechselnd mit seiner genialen Stimme zum Einsatz brachte. Authentisch hatte jeder Künstler in immer wieder vorkommenden

Solos, die Möglichkeit, sein Instrument "leben" zu lassen. Die Vielseitigkeit von Pianist Dennis Koeckstadt unterstützte leise Gitarren-

parts mit gekonnten Flächensounds der guten alten Hammond, ebenso aber "Boogie Woogie" ähnliche Einlagen, die gekonnt auf dem

Piano dargeboten wurden. Warmer, aber auch druckvoller Sound trieb die Stimmung von Song zu Song weiter nach vorne. "Es wird eine

musikalische Reise", versprach Michael Arlt vorab. Diese Reise begann in den 1940iger-Jahren. Klassiker von B.B. King, Little Milton 

oder anderen Legenden, unterstützt vom lebenden "Metronom" Bernd Egger, der mit Bassist Henning Hauerten eine hervorragende

Rhythmusgruppe bildete. Das Quintett steht fest auf den Wurzeln des ursprünglichen Rhythm and Blues. Die Musiker wollen gute Musik

                                                                                                spielen, die unterhält, Spaß macht und die Zuhörer mitreißt. Als Höhe-

punkt ist unter anderem das Solo von Michael Arlt zu erwähnen: Mit

Mundharmonika, Stimme und Drums per Fußschlag zog er das Pub-

likum in seinen Bann. Auch Top-Gitarrist Andreas Arlt begeisterte mit

gut aufgebauten Gitarrensolos. Elf erschienene CDs, darunter das

Album "Unique Taste" welches als "künstlerisch herausragende

Neuveröffentlichung" in die Bestenliste 2/2008 des Deutschen

Schallplattenpreises aufgenommen wurde und der französiche

Kritiker-Preis "Trophy France Blues", der die Musiker im Jahr 2003/04 

als beste europäische Bluesband auszeichnete, spricht für die Qualität des Quintetts. Pfiffe, Jubel, Ovations - natürlich bekam das

Publikum Zugaben zu hören. Wer bei diesem Konzert nicht dabei war, hat wirklich was verpasst!

Text und Bilder: Jochen Röhricht, veröffentlicht IVZ 9. März 2010

 

 

Trio wandelt Dörenther Kulturspeicher zum stilechten Jazzkeller

Denis-Gäbel spielt mit Band in Dörenthe / 120 Zuhörer

"Das macht Laune", entfuhr es einer Besucherin im

Kulturspeicher zu Beginn des Jazz-Abends mit dem

Denis-Gäbel-Trio. Sie hatte in jeder Beziehung Recht,

denn das Ensemble mit Denis Gäbel und Jasper 

Blom (Tenorsaxophon), Henning Gailing (Bass) sowie

Hendrik Smock (Drums) gestaltete mit der Hommage

an Duke Ellington ein fantastisches Konzert voller

Sensibilität. In dem Ausruf der Hörerin dürfte aber 

auch ein wenig Ironie mitgeschwungen haben, denn

für die deutlich über 120 Hörer reichte der Vorrat an

Stühlen nicht aus, sodass - wie in den berühmten 

Jazz-Kellern Ellingtons in Washington oder New York 

- etliche Besucher bestenfalls an der Bar lehnen konnten. Auch Kulturamtsleiter Reinhard Holocher hatte bei der Begrüßung die

Räumlichkeiten des Kulturspeichers in die Nähe von Jazz-Keller-Atmosphäre gerückt; beim Spiel der jungen Jazzer, die völlig in ihrer

Musik aufgingen, stellte sie sich endgültig ein.

Der weltbekannte Jazz-Komponist, Pianist und Bandleader Ellington (1899-1974) hatte seine größten Erfolge, als er gezielt für die

unterschiedlichen Stimmen seines Orchesters arrangierte, oder wenn er für bestimmte Talente komponierte. Entsprechend verfuhr Gäbel.

Aus den mehr als 2000 Titeln Ellingtons wählte er solche, die für sein kleines Ensemble besonders geeignet waren. So ließ sich zum

Beispiel "African Flower", das Ellington ursprünglich für ein Klavier-Trio komponiert hatte, günstig für die vier jetzt gegebenen Instrumente

arrangieren. Einprägsam war auch die zu Beginn gespielte Fassung von Ellingtons "Virgin Jungle", deren Charakter im Vergleich zur

Piano-Fassung (auf Gäbels CD) leicht variierte. Solche Differenzierungen machen es aus, dass die Musik bei aller Selbstverständlichkeit

der Interpretation stets lebendig bleibt. Gäbel ist kein Mensch, der viele Worte macht. Und so gingen die wenigen Programmerläuterungen

häufig im Applaus unter. Das Publikum wusste ohnehin, was gespielt wird, zumindest dem Fluidum nach. Neben Ellingtons Titeln

erklangen auch Stücke, die seine Freunde Billy Strayhorn (Chelsea Bridge), Louie Bellson (Skin Deep) und andere für ihn und sich

geschrieben hatten. Der zweite Teil des Konzertes war geprägt von der "Freedom Suite des Tenorsaxophonisten Sonny Rollins 1958. 

Den glänzenden Abschluss bildete aber die zweite Fassung der "Perdido-Variationen". Diese Zugabe wurde einen halben Ton höher

intoniert als zuvor. Das war nicht nur eine anspruchsvolle Spielerei, sondern machte deutlich, welche Intelligenz hinter dieser eigenwilligen

und ausdrucksstarken Musik steckt. Denn "Perdido" variiert kein Thema im üblichen Wortsinn, sondern Harmonien, die nun nochmals

abgewandelt wurden. Manchmal wird das Wesen der Musik als ihr unweigerliches Verschwinden definiert, die Herausforderung jedes

Konzertes sei es, ihr ein individuelles, unverwechselbares neues Leben einzuhauchen. Die kleine Band um Denis Gäbel wurde diesem

Anspruch wunderbar gerecht.

Text und Bild von Sundhild Salaschek

 

 

Preisrichter stehen vor schwerer Wahl             Teutotaubenschau 9. und 10. Januar 2010

40 Aussteller zeigten in Dörenthe 440 Tauben

"Ich erkläre hiermit die 7. Teuto-Taubenschau für eröffnet." Ganz offiziell eröffnete Bürgermeister Heinz Steingröver im Kulturspeicher

Dörenthe das vom Rassegeflügel-Zuchtverein (RGZV) Ibbenbüren ausgerichtete Ereignis, bei dem in diesem Jahr 440 Tauben von 40 Aus-

stellern aus Westfalen und dem südlichen Niedersachsen gezeigt wurden. Im Rahmen der Schau war auch eine Sonderausstellung der

Taubenrasse "Voorburger Schildkröpfer" mit 70 Tieren zu sehen. Ausstellungsleiter Heribert Bergschneider sorgte dafür, dass jedes Tier

seinen vorgesehenen Platz bekam. Zur Eröffnung der Schau kamen auch Günter Hessel, der Kreisverbandsvorsitzende der RGZV Stein-

furt, sowie Dr. Gerd Overmeyer, der als Vorsitzender des Fördervereins Kulturspeicher Dörenthe sozusagen Gastgeber der Taubenschau

war. Sechs Preisrichter hatten sich im Vorfeld der Schau an die Arbeit gemacht, um aus den 30 Rassen mit etwa 50 Farbschlägen die

besten Tiere herauszusuchen. Schließlich standen die Sieger - ausgewählt aus den 13 mit der Höchstnote "vorzüglich" bewerteten Tau-

ben - fest: Den Landesverbands-Ehrenpreis bekam Gerd Langenbach für seinen gelbfahlen Voorburger Schildkröpfer. Teutobänder gingen

an: Ehrenhard Wilken (eisfarbiger Damascener mit schwarzer Binde), Reinhard Lechtenfeld (blau-bronzegehämmerter Modena Schietti),

Burkhard Licher (Deutscher Modeneser Schiette, blau ohne Binde), Heinz Hermann Schürkamp (schwarzer Voorburger Schildkröpfer),

Jürgen Krämer (schwarzer Thüringer Schnippen) und Michael Große-Schute (schwarzer Wiener Tümmler). Unter den mit einem Teutoband

ausgezeichneten Tieren wurde dann am Sonntagabend noch das "Best-of-Show-Tier" ausgelost und im Rahmen der Siegerehrung von 

Heinz Hermann Schürkamp, dem Vorsitzenden des RGZV Ibbenbüren, mit einem Preis bedacht. Mit Spannung erwarten die Mitglieder

des RGZV Ibbenbüren das kommende Wochenende: Am 16. und 17. Januar wird im Kulturspeicher Dörenthe die Hauptsonderschau der

süddeutschen Farbentauben mit 1100 Tieren zu sehen sein. Das sei die größte Taubenschau, die Ibbenbüren je gesehen hat, so die Ver-

anstalter und verweisen auf die erwarteten 80 Aussteller.

Text: Claudia Ludewig veröffentlicht IVZ 11.01.10

 

 

www.kulturspeicher.net | www.kulturspeicher-doerenthe.de | www.kulturspeicher.com