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"Leben und Sterben 45"       am 13.12.2007 20:00 Uhr 

Dokumentarspielfilm zu den Kämpfen im Brumleytal 

Nach fast drei Jahren Vorbereitungszeit, Dreharbeiten und Endabmischung hatte Detlef Muckels neuester Film „Leben

und Sterben 45“  im Mai 2006 Premiere. Der Filmemacher aus Rheine-Mesum hat sich in diesem Werk mit den

Geschehnissen im Brumleytal 1945 auseinandergesetzt. In den Ostertagen zum Ende des zweiten Weltkrieges fanden

dort verlustreiche Kämpfe zwischen deutschen und englischen Truppen statt. mehr >

 

 

Ein Tag voller Musik für junge Instrumentalisten und Sänger    24.11.2007

Dritter Band-Workshop mit Jochen Wiehager & Friends

Und eins, und zwei, und drei - Einsatz! Am Samstag wurde es im Kulturspeicher

Dörenthe manchmal richtig laut. In allen Räumen hatten sich Gruppen von jungen

Musikern mit erfahrenen Coaches zusammengefunden, um an ihren Instrumenten

vorhandene Kenntnisse zu verbessern und ganz neue Erfahrungen zu machen. 32

Schüler hatten sich zu dem Workshop angemeldet, der bereits zum dritten Mal

stattfand. Zu einem Tag voller Musik trafen sich junge Gitarristen, Keyboarder,

Bassisten, Schlagzeuger, Sängerinnen und Sänger aus dem ganzen Münsterland.

Andreas Winnemöller nahm die Keyboarder unter seine Fittiche, die Gitarristen wurden von Reiner Wendland und Bartosch Gadomski

betreut. Melanie Spodeck und Thomas Laumeyer gaben den Sängerinnen und Sängern die richtigen Tipps für einen erfolgreichen Ge-

sangsauftritt in einer Band. Der Initiator des Workshops, Jochen Wiehager, bearbeitete mit seinen jungen Nachwuchs-Drummern der-

weil das Schlagzeug auf der Bühne des Kulturspeichers. Hier trafen sich im Laufe des Tages öfters alle Gruppen, um sich aufzuwärmen,

denn in den Nebenräumen der oberen Etage war es ziemlich kalt. Wilfried Janson probte mit den Bassisten im Evangelischen Kinder-

garten, sonst wäre der Platz im Kulturspeicher knapp geworden. Beinahe hätte es noch ein größeres Problem gegeben, denn in den Aus-

stellungsräumen der ersten Etage wurden Besucher erwartet und die Keyboard-Gruppe hätte dann gestört. Nach anfänglichen Diskus-

sionen einigten sich die Kontrahenten jedoch auf eine Kompromisslösung. Für die Probenarbeit hatte das Team um Wiehager aktuelle

Charts-Titel ausgewählt, aber auch Klassiker von Nena, Metallica oder Melissa Etheridge standen auf dem Programm. Unter professio-

neller Anleitung wurden Grundkenntnisse über Zusammenspiel, Sound und Bühnenpräsenz vermittelt. Die konnten alle auch gut gebrau-

chen, denn um 17 Uhr begann das große Live-Konzert. Gar nicht so einfach, sich zu konzentrieren, wenn im Zuschauerraum über 100

Besucher klatschen und kreischen, wie bei einem Konzert der großen Popstars. Da alle Instrumente gut besetzt waren, wurden einige

der ausgewählten Titel mehrmals mit unterschiedlichen Musikern gespielt und der Sound klang immer wieder ein wenig anders. Beson-

ders die Sängerinnen wurden für ihre Auftritte mit viel Beifall gefeiert. Es war aber auch unglaublich, was sie in der kurzen Zeit einstudiert

hatten und dem Publikum präsentierten. Zu den jungen Mädchenstimmen passten Songs wie "Ich bin ich" von Rosenstolz oder der 

Schlusstitel "Lebe lauter" von Christina Stürmer besonders gut. Da entstand Authentizität, zumal auch die Texte dem Lebensgefühl der

jungen Generation entsprechen. Das Konzert war genau das Richtige für einen kalten Novemberabend, denn bei den heißen Rhythmen

musste keiner mehr frieren. Jochen Wiehager dankte am Schluss seiner Crew und den Sponsoren Kreissparkasse Steinfurt und der 

Firma RST-Veranstaltungstechnik aus Brochterbeck und freute sich, dass alle an dem Tag viel Spaß hatten.

Text: Brigitte Striehn, veröffentlicht IVZ 27.11.07

 

 

"Was wird am Ende von mir übrig bleiben?"     Chansons vom Montag 16.11.2007 

Abend der Erinnerung an die Lyrikerin Mascha Kalèko          

"Was wird am Ende von mir übrig bleiben, ein schmales Bändchen und ein einzig Kind."  Das ist die Zwischenbilanz der

Lyrikerin Mascha Kalèko die vor 100 Jahren geboren wurde. Im Dörenther Kulturspeicher erinnerte am Freitagabend 

Günter Gall mit seinem Programm "Chansons vom Montag" an die Dichterin, die 1933 ihre großen Erfolge feierte und

bald darauf als Jüdin in die USA emigrieren musste. 1975 starb sie in der Schweiz. Fast wäre in Dörenthe nichts von ihr

übrig geblieben. Denn es war nicht einmal die Mindestzahl von 10 Besuchern einschließlich aller Offiziellen gekommen, 

wie sie ja auch zu einem jüdischen Totengedenken nötig ist. Aber der Osnabrücker Chansonnier und sein Begleiter auf

der Gitarre, Konstantin Vassiliev aus Castrop-Rauxel, entschlossen sich dennoch zur Aufführung großer Teile des ge-

planten Programms. In diesem kleinen, in der Stimmung fast verschwörerischen Zirkel verschwamm die Distanz zwischen Bühne und 

Zuhörerschaft. Das führte zwar einerseits dazu, dass Gall nicht immer die volle Konzentration fand, was in der Bühneneinsamkeit wohl

leichter ist. Andererseits war man, teil sogar aus diesem Grund, viel direkter angesprochen, als in der Anonymität eines vollen Hauses. 

So konnte man sehr genau die vielen Facetten im Werk der Kaléko heraushören, die sich selbst in einem Gedicht als "armen Großstadt-

spatz im Wald der deutschen Dichtung" bezeichnet hat. Wie es ja eine Spezialität des vom Niederrhein stammenden Barden ist, ent-

wickelte er die Lebensgeschichte aus den Texten, ohne viel erzählen zu müssen. Sorgfältig hatte er die Gedichte vertont, vorsichtig ange-

lehnt an die Musik der jeweiligen Zeit. Konstantin Vassiliev, der die Melodie bearbeitet hat, begleitete ihn auf der Gitarre und streute auch

einige Kompositionen ein. Mit den immer wieder eingefügten kleinen Prosatexten, in denen die Keléko sich, ihre jeweilige Lage und, mit

spitzen Griffel, ihre Umgebung schildert, entstand so ein vielfältiges Bild. Nicht nur von den so unterschiedlichen Phasen ihres Lebens

und Schaffens. Geboren in Galizien, in Berlin aufgewachsen, trat sie nach der wegen Schulgeldmangels abgebrochenen Schulausbildung

"nicht ins Leben, sondern ins Büro" ein. Aber sie hatte bald Erfolg mit ihren

abends geschriebenen Gedichten. Die sind, wie Reich-Ranicky formuliert und Gall

in seiner Interpretation zum Ausdruck bringt, in der Heiterkeit ernst und elegisch,

in der Schwermut leicht und scherzhaft. Ihre "aufgeräumte Melancholie", wie 

Thomas Mann es genannt hat, macht es nicht leicht, ihre frühen Verse ange-

messen zu rezitieren. Gall nahm die Kaléko über eine "wohllautend mokante

Stimme" (Thomas Mann) verfügt. Die im amerikanischen Exil entstandenen Werke

klingen, wie im leicht gekürzten zweiten Teil des Abends zu hören, viel grund-

sätzlicher, auch verzweifelter - und sind nach Ansicht von Literaturkritikern be-

deutend schwächer. Doch die Beobachtungsgabe und die Art, die Dinge auf den

Punkt zu bringen, brutal genau, aber ohne Bitterkeit und Hass, die ist geblieben. Manche lesenswerten Texte hatte Gall gefunden, unter

Verzicht auf betuliche Lebensweisheiten, die es auch gibt. Die wurden noch viel veröffentlicht, aber Masche Kalèko erlebte keinen neuen

Durchbruch mehr auch nicht nach der Rückkehr nach Europa. Aber nach dem Abend mit Gall und Vassiliev und ihrer Art, sich und

Mascha Kaléko nicht aufzudrängen, bestand für die meisten Zuhörer kein Zweifel, dass es sich lohnt, Mascha Kaléko kennen zu lernen.

Man muss sie oft entdecken, sagt Reich-Ranicky. Warum, dass hat Günter Gall deutlich aufgewiesen. Zumindest auf ihre ersten "schma-

len Bändchen", die alle neu erschienen sind, hat er Appetit gemacht. Viel Applaus von wenigen Händen bewies es.

Text: Wilm Froese, veröffentlicht IVZ 20.11.07

 

 

 

Im Dirndl liegt die Kraft

Christl & Ilona gastieren mit schräger Musik-Comedy im Kulturspeicher Dörenthe 

Wer sich mit einem fulminanten Trommelsolo auf dem Akkordeon-Koffer die Zugfahrt vertreibt, muss schon ziemlich durchgeknallt sein. 

Die Mitreisenden im Kulturspeicher fanden diesen Auftakt des Musik-Comedy-Programms schon mal ganz lustig. Passend zum Wetter

draußen hatten sich "Christl und Ilona" zunächst Regencapes übergestülpt. Darunter verbargen sich zwei knackige Mädels im Dirndl, die

im Verlaufe des Abends deutsches Liedgut und internationale Hits in stark verfremdeter Fassung auf die Bühne brachten. Die bodenstän-

dige Landwirtin Christl, in inniger Zuneigung vor allem ihrem "John Deere" zugetan, pries die Vorzüge ihres geliebten Traktors: vom Reifen-

profil bis zum Vergaser fand sie alles an ihm umwerfend. Die "Treckerflüsterin" (Anke Hundius) gab die Landpomeranze mit viel Humor und

Selbstironie. Dabei harmonierte sie bestens mit ihrer Mitspielerin Ilona (Annette Kayser) und das nicht nur im musikalischen Bereich. Dass

diese es eher mit Pudeln als mit Traktoren hat, schien der Beziehung nicht abträglich

zu sein. Mit einem Augenzwinkern plädierten beide für Toleranz gegenüber anders

denkenden, anders liebenden, woanders herkommenden und anders trommelnden

Menschen. Davon gaben sie im Verlauf des Abends viele Kostproben. Ilona hatte sich

nach der Abwicklung des Werksorchesters eines volkseigenen Betriebes im fernen

Thüringen ihr Schlagzeug geschnappt und macht jetzt "Percussion". Natürlich nur

nebenbei, denn eigentlich ist sie Pudelzüchterin. Das war nicht zu übersehen, denn 

auch ihre ausgefallene Frisur erinnerte sehr an diese hübsch gelockten Tierchen. Mit 

vielen Anspielungen auf die DDR-Vergangenheit, die in Dörenthe vielleicht nicht immer

verstanden wurden, und einem Dialekt, der sich nicht recht zwischen thüringisch und

sächsisch entscheiden konnte, stellte sie Kuriositäten des täglichen Lebens vor. Die

Erklärungen zu Dederonbeuteln, Broilern und Brigadebesuchen in der DDR oder der

Seufzer "Was wäre das Leben ohne Fußgängerzonen" für den bundesrepublikanischen

Alltag brachten die Zuschauer immer wieder zum Lachen. Während ihre Partnerin 

Christl mit flinken Fingern das Akkordeon bearbeitete oder einen Schuhplattler stampfte,

trommelte Ilona auf allem, was auf der Bühne herumstand, Keksdosen und Würfelbecher inbegriffen. Bei ihren musikalischen Einfällen

machte das Duo vor nichts Halt. Kung-Fu Fighting, das Rennsteiglied, karibische Klänge, die Puhdys oder der "Himmelblaue Trabant"

dienten als Vorlage für die schrille Comedy, die mit musikalischer Virtuosität dargeboten wurde. Schnell und im Zusammenspiel präzise

war die Percussion, laut und temperamentvoll der Gesang. Darüber hinaus karikierten die Komödiantinnen in Dirndl und Wollsocken die

trachtenselige Heimattümelei einschlägig bekannter Musikprogramme. Die Meinung der kleinen Anhängerschar im Kulturspeicher war

geteilt, die Zuschauer honorierten aber das Können der beiden Hupfdohlen mit viel Beifall, sodass als Zugabe noch ein karibisch

angehauchtes "Veilchen Usambara" gesungen und mit der Ukulele begleitet wurde.

Text: Brigitte Striehn, veröffentlicht IVZ 14.11.07

 

 

25. jähriges Jubiläum des Begegnungszentrums für Ausländer und Deutsche e.V.

am 09.11.2007 19:00

Wir freuen uns, dass wir für diesen Anlass den Kulturspeicher zur Verfügung stellen durften und wünschen dem Begegnungszentrum

alles Gute und weiterhin viel Erfolg. mehr >

 

 

Novemberleuchten      04.11.2007 11:00 - 18:00 Uhr 

Traditionell wollen wir in den dunklen Novembertagen mit dem Basar von Hobbykünstlern ein Leuchten in den Kulturspeicher bringen. 

Die Besucher können in gemütlicher Atmosphäre schauen, staunen, kaufen, essen und trinken. Es gibt ein reichhaltiges und

interessantes Angebot an handgearbeiteten Dekorations- und Gebrauchsgegenständen. Für das leibliche Wohl sorgt der Förderverein.  

 

 

Bauen für die Nachbarschaft      20.10.2007 14:00 Uhr 

Familienfest des Fastnacht Dörenthe am Kulturspeicher

Kinderunterhaltung wurde am Samstag groß geschrieben, als die Fastnacht Dörenthe zu einem Treffen am Kulturspeicher einlud. Bisher

waren immer private Zusammenkünfte organisiert worden, bei denen vorrangig die Bedürfnisse der Erwachsenen Berücksichtigung fanden.

Das konnte so nicht weitergehen, befand der Vorstand des Fastnachtsvereins und plante daher in diesem Jahr ein Familienfest am Kultur-

speicher, das insbesondere den Kindern, aber auch den älteren Vereinsmitgliedern gerecht werden sollte. Auf der Hüpfburg konnten sich

die jungen Gäste so richtig austoben, ruhiger ging es dagegen auf dem kleinen Karussell sowie in der Rutsch- und Bauecke zu. Wer 

wollte, konnte sich an diesem Nachmittag auch zum wilden Tier oder zur lieblichen Blumenwiese schminken lassen. Außerdem stellten

die Feuerwehr und die Wasserschutzpolizei sich und ihre Arbeit vor, ebenso wie die örtliche Interessengemeinschaft. 

Für die ältere Generation der insgesamt 75 Mitgliedsfamilien in der Fastnacht Dörenthe war ein Café aufgebaut worden, in dem es zu fa-

milienfreundlichen Preisen Kaffee und Kuchen gab. Ziel der Veranstaltung war es, vor allem die jüngeren Familien anzusprechen und da-

durch den Nachbarschaftsgedanken wieder aufleben zu lassen. Schließlich könne nur durch den Zusammenhalt der Menschen etwas in

und für Dörenthe erreicht werden, ist sich der Vorstand des Fastnachtsvereins sicher.

Text: Claudia Ludewig veröffentlicht IVZ 22.10.07

 

 

Kunstfreunde unterwegs zu schönen Aussichten    Sonntag, 07.10.2007 14:00 Uhr 

Garten- und Glaskunst in Dörenthe besichtigt / Heribert Fischer führte durch Privatgärten

"Unterwegs zu schönen Aussichten" - unter diesem Motto hatte der Förderverein Kulturspeicher Dörenthe am Sonntagnachmittag zu einer

Wanderung eingeladen. 25 interessierte aus Dörenthe, Ibbenbüren, Mettingen und anderen Orten der Umgebung starteten dazu um 14 Uhr

am Kulturspeicher. "Vernetzung - Aspekte" waren die Stichworte, die auf die persönliche Vernetzungen, aber auch auf die des Förderver-

eins mit anderen kulturellen Einrichtungen anspielten. Auf Umwegen ging es bei sonnigem Wetter am Kanal entlang zum Garten der 

Familie Engelbert. In diesem lauschigen Privatgarten wurden die unterschiedlichen Gartenräume bestaunt, die aus Obstwiese, Bauern-

garten, Teich und Nutzgarten bestanden. Dann ging die Gruppe weiter zum Buchsbaumgarten der Familie Borgert, ein strenger Formen-

garten in Rokokomanier, der von einer Hainbuchenhecke umgeben ist. Das Besondere an dieser Hecke sind ausgeschnittene Fenster,

erläuterte Heribert Fischer, der durch die Gärten führte. Durch diese Einschnitte können Vorbeigehende einen Blick in den Garten werfen

und an den Ideen des Gestalters teilhaben. Über Feld und Wiesen wurde die Markuskirche erreicht, wo Pfarrerin Irmtraud Rickert vom 

Entstehen der Gemeinde erzählte, die nach dem Krieg 400 Mitglieder zählte. 1961 wurde die Markuskirche eingeweiht. Die Malerin und

Grafikerin Ruth Engstfeld-Schremper, die 1961 das Fenster in der Markus-Kirche gestaltete, erläuterte ihre Arbeit, der thematisch das

Markusevangelium zugrunde lag: Das Gleichnis von der selbst wachsenden Saat.

Jürgen Hecker führte schließlich eine Sequenz aus Mysterio Buffo "Moritat vom Blinden und vom Lahmen" von Dario Fo auf. Zum Ab-

schluss des Nachmittags wurde draußen vor der Kirche zu Wein, Wasser, Käse und Trauben eingeladen.

Text: Rita Althelmig, veröffentlicht IVZ 9.10.07

 

 

Viele Witze ertranken im Redeschwall         am 27.09.2007 20:00 Uhr 

Hennes Bender kann nicht überzeugen

Einer geteilten Publikumsmeinung musste sich der Komödiant Hennes Bender am Donnerstag Abend im Kulturspeicher Dörenthe stellen.

Die Vorschau auf sein Programm "Egal gibt´s nicht", die er dort darbot, stieß auf sehr widersprüchliche Kritiken. Das Programm brauchte

einige Anlaufzeit, um mit dem Künstler warm zu werden. Zwar amüsierten sich die Zuschauer über den Mann im roten T-Shirt, der mit 

einer Kamera in der Hand Moderator und Veranstalter Andy Besirov darauf aufmerksam machte, dass seine Ankündigung so überhaupt

nicht in Ordnung sei. Allerdings brachten die Anmerkungen, das alles sei noch nicht Teil des Programms und noch in der Erprobungs-

phase nicht den gewünschten Lacherfolg. Dass er direkt zu Beginn eine Zuschauerin auf die Bühne holte, sorgte ebenfalls nicht für einen

besseren Anlauf des Programms. Einzig der Herkunftsort der Dame, nämlich Hörstel, entwickelte sich ohne Benders Zutun und ohne

einen tieferen Sinn zu einem Running Gag. Ebenso die Frage, ob man sich nun im Münsterland oder im Tecklenburger Land befinde. Da-

rauf hatte auch das Publikum keine Antwort, was Bender mit dem verzweifelten Ausspruch "Ihr seid echt ein bisschen schizo hier" kom-

mentierte. Lustig war dabei vor alles das, was Bender tatsächlich nicht zu wissen schien. Als er einen Zuschauer, der die Veranstaltung 

für einen Toilettengang verlassen hatte, fragte, woher er komme, machte er allen Ernstes deutlich, dass er nicht wisse, wo Dörenthe liege.

Die Frage ob Dörenthe in der Nähe liege, löste regelrecht Lachsalven bei den Zuschauern aus. Bender gab sich gelassen: "Meinetwegen

könnt ihr hier auch Gags machen."                                   

Sein Programm umfasste nahezu alle Kategorien von Witzen und Humor-

schienen. Zum Teil schaffte er es, die Lachmuskeln zu reizen, zum Teil rief 

er aber nur ein müdes Lächeln hervor. Einige Versuche landeten sogar weit 

im Abseits. Während ein Teil des Publikums sich allein durch die Erscheinung

und Verhaltensweisen des Künstlers erheitert zeigten, beobachteten andere 

sehr kritisch, was ihnen da vorgeführt wurde. Einige Scherze verloren durch 

die Langatmigkeit und das Redetempo des Künstlers, der seine Witze im

Redeschwall ertränkte. Das führte dazu, dass auch gut durchdachte Witze

untergingen. Bender brauchte ein wenig zu lange, um wirklich in Fahrt zu 

kommen. Seine schauspielerischen Einlagen erreichten das, was die Wort-

witze vorher nicht immer geschafft hatten: Es wurde gelacht.

Die Imitation verschiedener Zeichentrickfiguren kurz vor der Pause waren 

echte Höhepunkte des Programms und ließen für die zweite Hälfte auf

Besserung hoffen. Während sich ein Teil des Publikums von Benders 

Begeisterung für sein Tun anstecken ließ, verließen einige Zuschauer 

die Veranstaltung bereits in der Pause. Viele Zuschauer ließen sich daher nach der Unterbrechung nicht von Veranstalter Besirov 

ansprechen. Fas schon entschuldigend bemerkte dieser, dass das Programm noch ausbaufähig sei: "Er testet noch." Damit hat er

wahrlich nicht übertrieben.

Text: Anna Bühren, veröffentlicht IVZ 29.09.07

 

 

Musikschüler finden den richtigen Ton      14.09.07

"Bands On Stage" im Kulturspeicher

Sechs Bands der Musikschule folgten der Aufforderung des Fachbereichs Rock-Pop-Jazz, sich einem Publikum in ungewohnter Umge-

bung zu präsentieren. Zum ersten Mal wurde das jährliche Konzert im Kulturspeicher Dörenthe auf gleich zwei Bühnen gebracht. Ein 

Novum war auch die farbige Ausleuchtung des Raumes und die Möglichkeit, sich während der Darbietung an der Theke mit Getränken zu

versorgen. So konnte das Publikum die Bands und ihre Musik vom Big-Band-Sound über Pop- und Rockmusik, unplugged oder elektro-

nisch verstärkt, hin bis zu intimen, selbst komponierten Songs in entspannter und lockerer Atmosphäre genießen. Die "Nic-Nacs" unter

der Leitung von Michael Lückemeier gibt es schon seit 2001, doch in der gegenwärtigen Besetzung spielen die fünf Mitglieder der un-

plugged musizierenden Band erst seit einem Jahr. Mit akustischen Gitarren (Philipp Overfeld, Anika Kruse), Bass (Niklas Bergmeier),

Flöte (Nicole Böwer), Geige (Inga Kruse) und Gesang spielten sie ihre Lieblingssongs etwa von Dido, den Cranberries oder Eric Clapton.

Einen besonderen Eindruck hinterließ "Oneword", bestehend aus den Brüdern Philipp (Gesang, Westerngitarre) und David Overfeld (E-

Piano, Gesang), die mit ihren bewegenden Vortrag eigener Kompositionen beeindruckten. "Dora Jones & The Index" um Sängerin Leonie

Plaar hat sich erst während der Projekttage der Musikschule vor den Sommerferien zufällig zusammengefunden. Unter der Leitung von 

Jochen Westenhoff und Ingo Müller spielten sie mit Bass (Daniel Janßen-Müller), Keyboard (Nils Brönstrup), E-Gitarre (Dominik Schoo),

Schlagzeug (Jonas Haaz), Percussion (Jan Osterbrink) und Saxophon (Bastian Schäfermeier) die beiden Lieder, die sie in ihrem Projekt

bisher erarbeitet hatten: "Kiss me" von Sixpence und "Smooth Operater" von Sade. Dieser sehr professionelle Auftritt lässt hoffen, dass

diese Band auch im nächsten Jahr ihr Können mit neuen Liedern zeigt. Die Band "2nd Floor" unter der Leitung von Uli Wagner war eben-

falls bei der Abschlussveranstaltung der Projekttage der Musikschule zu hören, hatte aber schon andere Auftritte absolviert wie bei dem 

"Marktzauber", auf dem Gelände des Klosters Gravenhorst. Die neun Bandmitglieder Anna Doris Capitelli, Lena Watzate (beide Gesang),

Karoline Ptok, Annuziata Capitelli, (Keyboard), Patrick Casper, (Saxophone), Rudi Kleinert, (E-Gitarre) Daniel Müller-Janßen,  (Bass),

Theresa Rudolph, (Congas), Ari Krasniqi, (Schlagzeug), präsentierten ihr Programm bestehend aus Liedern von The Corrs, Sugababes,

Sixpence und Natasha Bedingfield mit Routine und überzeugendem Einsatz, wobei die beiden Leadsängerinnen mit ihren gut harmoni-

sierenden Stimmen und viel Ausdruck in der Stimme begeisterten.

Die Big Band der Musikschule unter der Leitung von Stefan Schomaker, bestehend aus rund 20 jungen Musikern, umrahmte mit ihren 

Beiträgen das abwechselungsreiche Programm. Mit Stücken von Duke Ellington und mit Jazz, Latin-Swing, Rock, Pop, Soul-Funk alle

Stilrichtungen abdeckend, spielte sie mit gewohntem Schwung und sorgte für gute Stimmung. Der erklärte Höhepunkt des Abends war

der Auftritt von Olga Sergunov, seit kurzem Lehrerin für Popgesang an der der Musikschule, und ihren Kollegen Gunnar Brinkmann (E-

Gitarre), Michael Lückemeier (Akustik-Guitar), Stefan Schomaker (E-Bass), Markus Kastner (Keyboard), Ingo Müller (Schlagzeug) und

Uli Wagner am Mischpult. Nur zwei Proben hatte diese Band, um ihr Programm zu erarbeiten. Dafür brachten sie die Popballade "Sym-

phonie" von Silbermond und die Rocksongs "Who knew" (Pink), "Addicted" (Kelly Clarkson) und "Nobody´s Wife" (Anouk) routiniert auf

die Bühne. Nicht nur die Instrumentallehrer zeigten ihr Können, wie viel Spaß ihnen dieser Act machte, auch Olga Sergunov, klein von 

Statur aber mit einer Riesenstimme überzeugte mit Intensität und Können, so dass die Lehrerband nicht um eine Zugabe herumkam.

veröffentlicht IVZ 18.09.07

 

 

"Kunstsommer 2007"       25.08.2007 bis 02.09.2007 

"Kunst trifft die Sinne" - Gesamtkunstwerk Speicher - 

Das Ziel des Kunstsommers ist es Kunstraum in unserer Region zu erobern und jungen Künstlern eine Plattform für ihre Arbeiten zu

bieten. Die verschiedenen Locations - hier der Kulturspeicher Dörenthe - gibt der Veranstaltung den Rahmen und die persönliche Note.

Ein Kunstverkaufsevent der besonderen Art.  

Samstag, 25.08.2007 19:00 Uhr Vernissage der Ausstellung "Kunst trifft die Sinne" mit Sektempfang.

13 Künstler aus dem Bereich der bildenden Kunst setzen den ehemaligen Getreidespeicher im Dörenther Hafen in Szene.

Musikalische Abendveranstaltung mehr >       

Sonntag, 26.08.2007 11:00 bis 19:00 Uhr Ausstellung "Kunst trifft die Sinne" ist geöffnet.

Frühschoppen mit Live-Musik, Kulinarischem und Kaffee und Kuchen.

Donnerstag, 30.08.2007 ab 19:00 Uhr "Poetische Purzelbäume"

Humoristisches von und mit dem Dichter Reinhard Thomelcik. Artistische Sprachstückchen, erhellt von krachenden Geistesblitzen. 

Credo des Autors: "Ich denke, also spinn` ich...!" mehr >

Freitag, 31.08.2007 ab 19:00 Uhr "Tango Argentino Nacht"

mit Tanz, Musik und Kulinarischem. mehr >

Samstag, 01.09.2007 Kinderkulturtag

"Mit den Händen schaffen, Kinderkulturtag im Speicher Dörenthe"

Im Rahmen des "Kunstsommers 2007" am Dörenther Hafen hatten die Künstlerinnen und Künstler, die dort zurzeit ihre Werke ausstellen,

ein Mitmachprogramm für Kinder organisiert. Am Samstagnachmittag war Gelegenheit, kreative  und künstlerische Fähigkeiten auszu-

probieren, kleine Plastiken herzustellen oder mit bunten Holzwürfeln eine Stadt zu gestalten. Leider hatten nur wenige Kinder den Weg

zum Kulturspeicher gefunden. Barbara Müller aus Tecklenburg, die den Kunstsommer in diesem Jahr organisiert hat, fand das sehr 

schade. Aber es verdeutliche auch eine allgemeine Entwicklung. Die Kinder würden immer weniger in motorischen Fähigkeiten geschult.

Die Freude, etwas mit den Händen geschaffen zu haben, würde immer seltener als positive Erfahrung erlebt. Ein Anliegen des Kunst-

sommers sei es, junge Talente zu fördern, es solle eine Ausstellung von Künstlern für Künstler sein. Deshalb werde der Kinderkunsttag

fester Bestandteil bleiben. Talentförderung könne schon sehr früh beginnen, und die Arbeiten der kleinen Künstler zeigten, dass Kinder

mit fachkundiger Anleitung fantasievoll gestaltete Werke zustande bringen. Natürlich durften die Kinder ihre Katzen und Schweinchen mit

nach Hause nehmen. Die Künstlerwerkstatt "idee + werk" aus Dresden verkaufte kleine Häuschen und Würfel aus Holz, die die Kinder

unter Anleitung von Paul Eisold bunt bemalen durften.

Text: Brigitte Striehn, veröffentlicht IVZ 4.9.07

 

 

Hafenfest am Kulturspeicher Dörenthe     am 18. und 19. August 2007

Zwei Tage voller spannender Veranstaltungen

Im Moment herrscht noch Ruhe am Kulturspeicher im Dörenther Hafen. 

Die Vorbereitungen für das Hafenfest laufen jedoch schon auf Hochtouren,

jeder gibt sein bestes damit diese jetzt zum neunten Mal stattfindende

Veranstaltung noch erfolgreicher wird als die Jahre zuvor. Das Hafenfest 

findet am dritten Wochenende im August rund um den Kulturspeicher statt. 

In den ersten Etage, wo sich großzügige Ausstellungsräume befinden, wird

bereits fleißig aufgebaut. Am Samstag den 18. August 2007 findet um 18:00 

Uhr die Vernissage der Ausstellungen des Brochterbecker Künstlers Arnold 

Brämswig und des Speichermalkreises  statt. Der Speichermalkreis ist eine Gruppe von 10 Frauen und Männern unter der Leitung von

Renate Wrocklage, die sich einmal im Monat im Kulturspeicher zum gemeinsamen Ausführen ihres Hobbys, dem Malen, trifft. Diese

Ausstellungen können natürlich das gesamte Wochenende kostenlos besucht werden....mehr >

 

Dackel Orka ist der Schönste                 12.08.07

25 Jahre Teckelklub Ibbenbüren: Großer Andrang bei der Jubiläumszuchtschau

Schon von weitem ist das helle Hundegebell zu hören. Am Kulturspeicher in Dörenthe trafen sich am Sonntag Dackelzüchter und -lieb-

haber zu einer großen  Zuchtschau anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Ortsgruppe Ibbenbüren im Deutschen Teckelklub 1888 e.V.

(DTK). Dabei entspann sich auch abseits der abgesperrten Schaufläche ein reger Erfahrungsaustausch rund um die kleinen Vierbeiner.

Joshua ist heute zum ersten Mal dabei und darf sogar den Teckel seines Großvaters mit dem Namen "Espe von Dinklage" der Jury prä

sentieren. Etwas aufgeregt führt der Achtjährige den Hund vor den Zuschauern im Kreis, bleibt kurz stehen und geht weiter. "Gute obere

Linie, gut geschnittener Kopf, schwungvolles Gangwerk..." - mit geschulten Blick rattert Richterin Claudia Kleister ihre Beurteilung her-

unter. Sie hat heute schon viele Hunde gesehen, viele sogenannten Formwertungen (zwischen 2vorzüglich" und "gut") abgegeben. Ein 

wenig erschöpft wirkt sie, aber es warten immer noch einige Hunde darauf, von ihr gemustert zu werden. 80 Dackel sollten es bis zum 

Ende des Tages werden - zehnmal mehr als im vergangenen Jahr. Joshua ballt die Faust und unterdrückt einen Jauchzer, denn Espe

wurde soeben mit der Bestnote ausgezeichnet. Stolz verlassen die beiden die Schaufläche, während die Zuschauer anerkennend app-

laudieren. Vinzenz Oelgemöller, Mitbegründer der Ortsgruppe, erinnert sich noch gut an die Anfänge des Vereins: Im Herbst 1981 haben

wir mit sieben Leuten beschlossen, eine neue Arbeitsgemeinschaft des Teckelklubs im Tecklenburger Land zu gründen. Schon im  

folgenden Jahr war die Ortsgruppe Ibbenbüren ins Leben gerufen." Von anfänglich 27 Mitgliedern nach dem ersten Jahr sei die Zahl stetig

gestiegen. Heute seien es etwa 80 ausschließlich aktive Mitglieder. Mit durchschnittlich zehn Veranstaltungen pro Jahr sei die Ortsgruppe

Ibbenbüren außerdem westfälischer Spitzenreiter, fügt Oelgemöller hinzu. Hauptarbeitsfeld der Hunde, die nicht nur zur Zucht gehalten 

werden, sei vor allem die Fuchsjagd, erklärt Dietrich Schedensack, der für die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins zuständig und leiden-

schaftlicher Jäger ist. "Die Hunde helfen mir vor dem Schuss durch das Aufstöbern der Tiere und nach dem Schuss, wenn sie mich zum 

erlegten Wild führen", erläutert er. Am Vereinsleben schätzt er auch den Kontakt mit Gleichgesinnten: "Man lernt sich über den Hund 

näher kennen und man hat sofort ein Gesprächsthema", so seine Erfahrung.

Zur Siegerermittlung muss sich Langhaardackel Espe zusammen mit den anderen "vorzüglichen" Hunden dieser Kategorie noch einmal

von der besten Seite zeigen. Für das Siegertreppchen reicht es dann aber doch nicht: Erst wurde Annegret Blom mit ihrem Rauhaarteckel

"Orka vom Schnepfengrund", der auch schon einen Jagdeinsatz hinter sich hat. Der neun Monate alte Tigerdackel "Hannibal von den

Dombergspatzen" von Inge Schilling belegte den zweiten Platz. Dritter wurde Ferdinand Holthaus mir seinem Langhaar "Eros vom Brink-

wedder-Hedding". Dem Vollblutjäger Schedensack hat es vor allem der seltene Tigerdackel angetan: "So einen habe ich noch nie ge 

sehen", sagt er nach dem Siegerfoto zu Inge Schilling und fragt mit verschmitztem Gesichtsausdruck: "Ihr Hund ist nicht zufällig auch

jagdlich aktiv?"

Text: Simon Tönies, veröffentlicht IVZ 14.12.07

 

"Musikstil spiegelt kulturelle Vielfalt wider"    18.05.2007 20:00 Uhr

Fetzige Töne im Kulturspeicher: "Latin Community" begeistert für Jazz

Zahlreich besuchten Freunde des Swings am Freitagabend das Konzert der Jazz-Combo "Latin Community" im Kulturspeicher Dörenthe. 

Als kleine Überraschung gestaltete dabei Band-Leader Hoger Till zusammen mit seiner Pink-Pop-Big-Band ein zwanzigminütiges Vor-

programm. Die Band des Jugendkulturzentrums Scheune erntete

für ihre schmissige Einstimmung in den Abend großen Beifall.

Nach der Umbaupause sorgte dann das 1991 von Holger Till ge-

gründete Ensemble "Latin Community" für Stimmung. "Lasst euch

gehen!", forderte Till das Publikum auf. Dabei ließ er es sich nicht 

nehmen, während der einzelnen Stücke nach und nach dem Pub-

likum seine Bandkollegen vorzustellen: So habe er zum Beispiel

den polnischen Saxophonisten Stanislaw Nakielski vor 16 Jahren

über die Musik kennen gelernt. Der aus Venezuela stammende

Gittarist Juan Carlos Sabater habe es nun schon vier Jahre in 

Deutschland ausgehalten. "Es ist ihm zwar zu kalt hier, aber er macht heiße Musik!", verkündete Till nach einem röhrenden Gitarrensolo.

Auch der Guineaser Sebe Kourouma an der Djembe, einer afrikanischen Trommel, ist wärmeres Klima gewohnt. Er spielte an dem Abend

zum ersten Mal für die interkontinentale Band. Der Ibbenbürener Oliver Rehmann gab am Schlagzeug den Takt an. Gesanglich glänzte die

"Perle der Band" mit ihrer leicht verruchten Stimme die deutsch-ungarische Sängerin Esther Berkovits. Die kulturelle Vielfalt, die die

Musiker durch ihre unterschiedliche Herkunft mitbringen, spiegelt sich auch im Musikstil der Band wider. So erklangen - teils bekannt, 

teils selbst komponiert - neben Swing-Jazzstandards auch Latin Musik, brasilianische Bosa Nova, Jazz-Rock und afrokubanische

Rhythmen. Das trotz vorhandener Sitzgelegenheiten überwiegend stehende Publikum wurde dabei ordentlich zum Mitswingen animiert;

nach gefühlvollen Gesangs- und Instrumentalsoli gab es immer wieder spontanen Applaus. Dass die Freude an Musik kulturelle Grenzen

überschreitet, stimmt Menschen wie Holger Till nachdenklich: "Unter Musikern ist das Verständnis einfach da", so seine Beobachtung.

"Wenn alle Politiker Instrumente spielten, wäre die Welt besser", meint er.

Text: Simon Tönnies veröffentlicht IVZ 22.05.07

 

 

Sandsteinseminar"      12. - 13.05.2007

Nach einer kurzen Einführung in den Gebrauch des Werkzeugs und die 

Materialbeschaffenheit des Steins können die Teilnehmer unter fach-

kundiger Anleitung eigene Ideen umsetzen. Vorkenntnisse sind nicht 

notwendig. Das Werkzeug wird gestellt.

Dozent: Friedhelm Niggemann                    

 

 

 

 

 

 

"Jazzfrühschoppen mit dem Werner-Beckmann-Sextett"    01.05.2007 11:30 Uhr

Wie in den vergangenen Jahren treffen wir uns zum Jazzfrühschoppen im Kulturspeicher

.

 

 

Tolles Konzert zum Abschluss       14.04.2007 10:00 bis 18:00 Uhr

Band-Workshop im Kulturspeicher Dörenthe 

Wo ist hier der Ton "D"? Nach dieser existenziellen Frage von Andreas Winne-

möller blickten Timo, Daniel, Leonard und André ein wenig ratlos auf die schwarzen

und weißen Tasten des Keyboards. Geht das so? "Nein, das ist G-Dur", korrigierte

Andreas geduldig die jungen Musiker, die am Samstagmorgen in den Kultur-

speicher Dörenthe gekommen waren, um zu proben. In mehreren Workshops ar-

beiteten sie mit Gitarre, Trompete, Saxophon, Keyboard oder Schlagzeug an 

Songs aus der Pop- und Rockgeschichte, um ihre musikalischen Fähigkeiten zu

verbessern und gemeinsam Spaß zu haben. Dabei standen ihnen unter anderem

Mitglieder der Band "Cross over" von Jochen Wiehager & Friends als Betreuer zur

Seite. Die erfahrene Crew schaffte es in wenigen Stunden, das unterschiedliche Niveau in den Gruppen soweit auszugleichen, dass die

  Jugendlichen am Samstag um 17 Uhr ein tolles Abschlusskonzert auf die Bühne 

  des Kulturspeichers in Dörenthe zaubern konnten. 

  Unterstützt von ihren "Lehrmeistern" Jochen Wiehager (Schlagzeug), Wilfried

  Janson (Bass), Juan Carlos Sanbater (Gitarre), Andreas Winnemöller (Keyboard),

  Georg Labuda (Bläser) und den Sängern Thomas Laumeyer und Michael Höltker

  interpretierten sie Pop- und Rockklassiker wie "Knockin´ on Heaven´s Door" mit

  viel Beifall. Wie es sich für ein Live-Konzert gehört, klangen die Nummern immer

                                                                                ein wenig anders, je nachdem, wer gerade auf der Bühne stand. Dabei hatten 

Linda und Steffen an den Bässen ein umfangreiches Programm zu absolvieren, und auch Hanna war als Background-Sängerin sehr be-

schäftigt. Mit Sicherheit werden sich viele der Teilnehmer am 19. August wieder im Kulturspeicher treffen und beim Hafenfest ein ebenso

bejubeltes Konzert geben. Jochen Wiehager dankte zum Schluss den Gastgebern und kündigte weitere Workshops an. 

Text: Brigitte Striehn, veröffentlicht IVZ 16.04.07

 

"Ohne die Älteren geht es nicht"                                 

Auftakt der Reihe "Kreisbegegnungen"

Arbeiten bis 67? Ernährungsberatung und Joggen während der Dienstzeit? Räume für Kinder im Büro? 

Die Arbeitswelt wird sich in den nächsten Jahren nachhaltig verändern. "Daran besteht kein Zweifel",

unterstich Professor Henner Hentze vom Fachbereich Wirtschaft der Fachhochschule Münster jetzt bei 

der ersten "Kreis-Begegnung", die im Kultuspeicher in Ibbenbüren-Dörenthe stattfand. Vier "Kreis-

Begegnungen" initiiert der Kreis Steinfurt im Rahmen seines Kreisentwicklungsprozesses. Sie beleuchten, moderiert von Elke Frauns,

jeweils ein Thema, das angesichts der demographischen Entwicklung auf den Nägeln brennt: die zukünftige Gestaltung der Arbeitswelt,

der Bildung, des Lebens älterer Menschen und der Jugend. Die Zukunft der Arbeit stand im Mittelpunkt der ersten Begegnung, zu der 

fast 100 Interessierte, unter ihnen zahlreiche Unternehmer, gekommen waren. Drei Referenten gaben zunächst Impulse aus ihrer Fach-

sicht für die anschließende Diskussion. Professor Hentze lenkte den Blick insbesondere auf die Notwendigkeit, auch ältere Arbeitnehmer

stetig zu qualifizieren und zu motivieren. Denn wenn, wie für den Kreis Steinfurt prognostiziert, die Gruppe der über 50jährigen künftig

deutlich anwächst und die der bis 50jährigen stetig kleiner wird, gelte es mehr denn je, das Potenzial der "Älteren" voll auszuschöpfen.

Der Wirtschaftswissenschaftler provozierte: "Reden wir jetzt noch vom Arbeiten bis 67, werden wir in zehn Jahren vom Arbeiten bis 70

sprechen." Dies habe Konsequenzen, denn Menschen, die länger im Berufsleben stehen wollen (und müssen), brauchen die nötige 

Fitness - geistig und körperlich. Hentze konkretisierte, was er unter dem aktuellen Begriff "lebenslangem Lernen" auch versteht: "Wir

brauchen eine altersgerechte Methodik, das Lernen muss anders als heute organisiert werden." Und: "Wir benötigen altersgerechte

Arbeitsbedingungen und mehr Flexibilität."

Unternehmen werden künftig das Potenzial von Frauen noch stärker nutzen müssen, um ausreichend Fachkräfte zu haben und wett-

bewerbsfähig zu bleiben. Dies bestätigte auch die zweite Referentin, Dr. Petra Schwarz von der "Schwarz Organisationsentwicklung +

Managementberatung", Münster. Die Psychologin berät Unternehmen, wie sie sich familienfreundlicher aufstellen können. Im Rahmen

der "berufundfamilie gGmbH", einer Initiative der gemeinnützigen Hertie-Stiftung, erarbeitet sie mit Firmenleitern, wie diese Unternehmens-

interessen und Arbeitsnehmerinteressen besser vereinbaren können. Flexible Arbeitszeiten, ein schneller Einstieg nach der Familien-

phase sowie Hilfe "Betreuungs-Notfällen" seien die Wünsche der Frauen, so Dr. Schwarz, selber vierfache Mutter. Welche Vorteile

Unternehmen haben, die sich darauf einlassen, liege auf der Hand: Motivierte Mitarbeiterinnen, Kostenreduzierung durch weniger Fluktua-

tion, ein besseres Image. Wie Unternehmer motivierten und gut ausgebildeten Nachwuchs akquirieren können, legte Friedrich Hagemeyer,

Geschäftsführer der Firma Windmöller und Hölscher Ausbildungs-GmbH in Lengerich, dar. Er berichtete von Wegen, wie junge Men-

schen der Übergang von der Ausbildung in den Beruf erleichtert werden kann sowie über Chancen, junge Fachkräfte langfristig an den 

Betrieb zu binden. Die Diskussion machte deutlich, dass sich viele Firmen bereits auf die künftigen Herausforderungen vorbereiten.

Gleichzeitig wünschten sich einige Gäste eine noch bessere Vernetzung. Dem pflichtete Kubendorff bei: "Wir sollten im Schulter-

schluss Lösungen erarbeiten, wie unser Wirtschaftsstandort attraktiv bleibt."

veröffentlicht IVZ 06.03.07 

  

"Freude am Experimentieren mit Farbe und Leinwand"     24. - 25.03.2007

Malkurs im Kulturspeicher Dörenthe: "Sich sein eigenes Bild machen"

Unter dem Titel "Sich sein eigenes Bild machen" kamen acht

Frauen am Wochenende wieder im Kulturspeicher Dörenthe

zusammen und hatten Gelegenheit, mit Farbe, Sand und vielen

anderen Materialien auf Leinwänden zu experimentieren und

schließlich ein ganz eigenes Bild mit nach Hause zu nehmen. 

Die Initiatorinnen Petra Probst und Roswitha Massing hatten 

im Vorfeld bereits sehr viel Material besorgt, damit der Fantasie 

der Teilnehmerinnen keine Grenzen gesetzt waren. Naturmaterialien 

wie Stöcke, Sand und Kies waren ebenso beliebt wie Verpackungsnetze, Stoffe oder Strukturpasten. Jede Frau konnte dabei ihrem

eigenen Wesen nach nur ein einziges Bild in einem langen Schaffensprozess entstehen lassen und dynamische, aus dem Tun heraus

entstehende Kunstwerke gestalten. Der Kursus, der einmal im Quartal im Kulturspeicher angeboten wird, bietet Platz für acht Teilnehmer.

Auch wenn diesmal ausschließlich Frauen teilnahmen, richtet sich der Kursus ebenso auch an Männer, die sich für experimentelles 

Malen interessieren. Der nächste Kursus wird am 14. und 15. Juni angeboten. Interessierte können sich bei Petra Probst, 

Telefon 05455 1398 anmelden.

Text und Bild: Anna Bühren veröffentlicht IVZ 26.03.07

 

 

"Auf dem Trans Canada Trail unterwegs"        22.02.2007 20:00 Uhr 

Filmvortrag von Klaus Gattner, Inhaber und Reiseleiter der West Canada Bike Tours.

Radfahren auf 800 km stillgelegten Bahntrassen im Süden von West-Kanada - geht das 

überhaupt? Rails To Trails / Schienen zu Pfaden lautet das landesweite Motto, dass Bahn-

trassen zu Wildniswegen für Naturliebhaber (Radfahrer, Wanderer, Reiter) umgewidmet hat. 

West Canada Bike Tours führt seit etlichen Jahren organisierte Radreisen mit

deutschsprachigen Bike-Fans auf dem Trans Canada Trail durch. Auf dieser einzigartigen

Abenteuerreise radeln die Teilnehmer mit eigenen oder gemieteten Mountainbikes / Tourenrädern 

auf der Kettle Valley Railway vom Kootenay-Gebirge durch das Okanagan Valley gen Westen. Beendet wird die faszinierende Radtour

durch das schöne British Columbia in der Pazifik-Metropole Vancouver (CLASSIC) bzw. Penticton (COMPACT).

 

Marimbatöne erwecken Geister und Feen zum Lachen        am 17. Februar 2007   

Werner Deflorian und Hermann Helming entreißen Märchenschätze dem Vergessen

Märchen sind für Erwachsene ebenso faszinierend wie für Kinder. Werner Deflorian

versetzte am Samstagabend im Kulturspeicher in Dörenthe die Zuhörer mühelos in 

eine Welt der Feen, Geister und Gespenster und nahm sie mit auf eine Fantasiereise

in vergangene Zeiten....mehr 

 

 

 

 

 

 

Kleine Hände werden kreativ       

Kunstprojekt der Paul-Gerhardt-Schule

Begleitet von lautem Lachen und freudigen Unterhaltungen bastelten Konstantin Ibing (10) und seine 19 Mitschüler der Mettinger Paul-

Gerhardt-Grundschule am Donnerstagmorgen im Kulturspeicher Dörenthe kleine Blätter aus Holz. Die fertigen Arbeiten, die die Kinder

individuell schliffen, präsentierten sie stolz ihrer Kunstlehrerin Elvira Wilding. Das Kunstprojekt, gefördert durch das Land Nordrhein-

Westfalen, soll Kindern durch praktische Erfahrungen Kunst näher bringen. "Auch wir haben uns bei der Aktion beworben, um die 

Kreativität der Kinder zu fördern", so Wilding.

Zusammen mit ihr und Klassenlehrerin Janine Höttler besuchte die Klasse 4b den Kulturspeicher, um dort Holzstücke für ein Mobile

anzufertigen. Bei dieser Aufgabe wurden die Schüler vom Künstler Karsten Beschoner unterstützt, der ihnen den Umgang mit Holz

erklärte. Die Ergebnisse der Klasse 4b sowie die der anderen Klassen der Paul-Gerhardt-Schule sollen am Ende des Projekts im 

Schultenhof im Mettingen ausgestellt werden. "Das Mobile bleibt anschließend aber als Andenken an die Klasse in der Schule", 

verriet Elvira Wilding.

Text: Ariane Rau, veröffentlicht IVZ 26.01.07

 

 

Gurren und Scharren in 857 Käfigen        am 13. und 14. Januar 2007

Teuto-Taubenschau im Kulturspeicher Dörenthe / 30 Tiere bekommen die Note "vorzüglich".

 

Vor einer Geräuschkulisse aus dem Gurren und Scharren der Tauben, die mit der Atmosphäre des Kulturspeichers durchaus harmonierte,

eröffnete Bürgermeister Heinz Steingröver am Samstag die vierte Teuto-Taubenschau, zu der insgesamt 857 Tauben angemeldet waren.

Darunter waren auch rund 280 Thüringer Farbtauben, deren Züchter vom Sonderverein der Thüringer Farbentauben, Gruppe West, für die

Sonderausstellung angereist waren. Nach Angaben des Kreisverbandes der Rasse- und Ziergeflügelzüchter Steinfurt hat sich die Rasse-

taubenschau an jedem zweiten Januarwochenende im Jahr fest etabliert....mehr > 

 

 

 

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