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Brasilianische Nacht im Kulturspeicher Dörenthe bot viel Abwechslung

Auch die Formation "Escuta" riss die zahlreichen Gäste mit

Die Veranstalter der kreisweiten Brasilianische Nacht "Uma noite Brasileira," 

"Kulturspeicher Dörenthe" und der Aktionskreis Pater Beda, starteten am

Samstag ein Event, das wiederholt werden sollte. Das brasilianisch geprägtem

Ambiente im und am Kulturspeicher am lauschig warmen Septemberabend

ließen die zahlreichen Gäste drinnen wie draußen die niveauvolle Veranstaltung

genießen. Mitorganisator Norbert Hergemöller aus Bevergern begrüßte die 

Gäste und wünschte einen schönen Abend. Der hatte bereits beim Eintritt 

begonnen, mit den Trommelklängen der Kinder- und Jugendhilfe Perkussionsgruppe Don Bosco, die am Eingang unter der 

Leitung von Cordula Kaumkötter nach eigenen Zusammenstellungen trommelte. "Diese Gruppe passte so gut zum Thema", freute sich

Adolf Pelster, der die Musikgruppen ankündigte. Bevor es mit der brasilianischen Gruppe Jugendlicher aus dem Kinder- und Jugendförder-

projekt "Escola Saber Viver" (Schule: Das Leben lernen) von der Ilha de Deus (Insel Gottes) in Recife, Nordost-Brasilien weiterging,

begrüßte Pater Beda Schwester Aurieta aus Recife, die diese Gruppe

begleitet. Eindrucksvolle Tänze in unglaublich bunten und aufwendigen

Kostümen folgten in zwei Vorstellungen. Die Zuschauer, die begeistert

waren und die Tanzenden dicht umdrängten, bekamen Brasilien in Musik

und Tanz zu sehen und ein Stück Lebensgefühl der Brasilianer vermittelt.

Sie erlebten die Geschichte Brasiliens mit temperamentvoller Rhythmik,

und Ästhetik. Pater Beda ergänzte anhand von Bildern auf der Großlein-

wand, was die jungen Tänzer in Musik und Bewegung ausdrückten, 

eine Welt von Armut, Gewalt und Unterdrückung. Die Tänze waren 

gezeichnet von Schreien des Hungers und der Verzweiflung. Doch auch die Hoffnung auf eine bessere Zukunft, eine nicht unterzukriegende

Lebensfreude war bei den jungen Brasilianern zu spüren. Nicht brasilianisch, aber hörenswert war "Wanted" eine Gruppe des Kultur-

speicherevents "Bandworkshop mit Jochen Wiehager & Friends". Sie brachte 

mit Rock- und Popsongs, Klassikern und aktuellen Chartsongs erste Stimmung

und bekam von ihren Fans ausgiebig Beifall. Die brasilianische Musik bringt un-

vergleichbare und besonders vielfältige Stile hervor, das zeigte sich bei "Café

Verde," einer fünfköpfige Latin Jazzformation. Ihre Stücke waren an der Musik

bekannter Vorbilder aus dem brasilianischen Samba und afro-kubanischen

Stilrichtungen wie Joao Bosco, Mongo Santamaria, Carlos Jobim oder Paquito

dRivera orientiert. Elemente des Rock- oder Funk-Jazz waren zudem vertreten, 

den Zuhörern gefiel es.

Aus Bevergern war "Samba Pa Tu", einer der Ideenbringer zu diesem Event aufgetreten, die neben dem brasilianischen Samba des

Karneval auch karibische, kubanische und europäische Rhythmen präsentierten. Sie gestalteten einen Großteil des Abends auf original

brasilianischen Instrumenten wie Surdo, Tamborim, Timba, Caixa oder Repinique. Der Rhythmus des Abends forderte immer wieder zu

Bewegung und Tanz. Samba Pa Tu begleitete die hochkarätigen Tänzer vom TSC Ibbenbüren, Sebastian Foppe und Valerie Döhring, die

sowohl der Frauen- und Männerwelt wahre Augenweiden boten. Doch nicht nur mit der Musikbegleitung von Samba Pa Tu, sondern auch

lateinamerikanisch Musikstücke ließen die Tänzer herumwirbeln. Ein Formation "Salsa Emsland" zeigte außerdem afro-cubanische 

Salsa und karibische Merengue, die feurig, berauschend und auf-

regend gut für Körper und Seele waren. Den Abschluss des offiziellen

Liveauftritts bildete die Formation aus "Escuta", die einfach mitriss.

Die Band mit breit gefächertem Instrumentarium brachte mit traditio-

nell brasilianischen Schlagwerken wie Surdos, Chocalho, Berimbau

und Repinique auch Melodieinstrumente wie Bass, Keyboard, Gitarre

und Didgeridoo waren eingebunden. Songs aus traditionellen

Sambarhythmen, wie Batucada, Samba-Reggae, Baiao, Partido Alto

und Samba-funk sowie aus neuen Elementen der aktuellen Elektro-

nik-Szene und krumme Takte wie 5/4 gaben dem Programm eine individuelle Note. Die Zuhörer konnten nicht genug bekommen und

forderten Zugaben, denen die Gruppe immer wieder nachkam. Getränke mit brasilianischer Note wie Caipirinha und Speisen wie Chili 

Con Carne würzten zudem die Atmosphäre des Abends. Die freiwilligen Bevergerner Helfer, Messdiener, Dritter-Welt-Ausschuss und

Jugendkreis Bevergern bedienten die Gäste. Überhaupt: Ohne die Vor- und Nachbereitung dieser Helfer wäre der Abend nicht durchführ-

bar gewesen. Der Erlös des Abends - alle Gruppen spielten ohne Gage - ist zugunsten der Projekte vom Arbeitskreis Pater Beda.

Text und Bilder Rita Althelmig, veröffentlicht IVZ 21.09.09

 

 

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