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Ausstellungen 2007 >>>

Münsterlandfestival pArt 3    16.09.2007 - 14.10.2007 

11:00 Vernissage der Ausstellung des Künstlers Mustapha Nedjai aus Algerien. 

Mustapha Nedjai, geb. 1957 in Zemmoura, Algerien, studierte an der Kunstakademie Algier in Algerien und an der Fakultät für Schöne

Künste, Valencia, Spanien, lebt und arbeitet als freier Künstler, Bühnenbildner und Drehbuchautor in Algier.

Einzelausstellungen (Auswahl): 2006 "ar mur e", Galerie Top Action, Algier, 2002 Galerie La Citadelle, Algier, 1999 Galerie Hotel El

Aurassi, Algier, 1996 Galerie Kunstkontor, Hamburg, 1995 Galerie Kulturpodium, Berlin, Galerie Feuerwache, Magdeburg, 1995 Bibliothek 

Marzahn, Berlin, 1995 Museum für Völkerkunde, Hamburg, 1995 Rathaus Pankow, Berlin, 1991 "Ellipose et Laps", Galerie Aida, Hamburg,

Indecoris Mundi, Kulturpalast, Algier, 1990 Retrospective OPUS 1,2,3, Institut Vervantes, Algier, 1984 "Tassili an 2000", Institut francais, 

Valencia, 1983 "Jeux calligraphieques", Institut francais, Valencia. 

Der Künstler, Bühnenbildner und Drehbuchautor aus Algier hat sich durch Ausstellungen rund um den Globus etabliert. Nedjai ist ein

stilbildender Künstler, der seriell arbeitet und dessen kritischer Geist die Kunst prägt - ein rigoroser Kreativer, ruhig und schweigsam,

der das Existentielle im Leben sucht. Dabei erscheint der 1957 im algerischen Zemmoura geborene Künstler wie ein Philosoph, der

seine Gedanken in der plastischen Malerei entwickelt. Stark beeinflusst von orientalischer und abendländischer Kunst, beruht seine 

Arbeit auf sorgfältigen Beobachtungen und Studien. Die Stärke seiner Überzeugungen gewinnt er in Abgrenzung zur Oberflächlichkeit;

und er konfrontiert uns mit Werken, die unsere Bequemlichkeit erschüttern und unsere Vorurteile überwinden. Er steht seit dem Beginn

seiner Karriere in der Tradition einer Kunst, die den Wahnsinn, die Untaten und die Paradoxien des Menschen aufzeigt und bloßstellt.

Ausgangspunkt und Fundament seiner künstlerischen Arbeit ist die Frage nach der politischen Freiheit und der Freiheit des Seins.

Mustapha NedjaÏ studierte an der Kunstakademie Algier in Algerien und an der Fakultät für Schöne Künste im spanischen Valencia.

Mohammed Djehiche, Kunsthistoriker schreibt über Mustapha Nedjai:

Mustapha Nedjai ist ein stilbildender Künstler, der seriell arbeitet und dessen kritischer Geist unbestritten ist. Ein rigoroser Künstler,

ruhig und schweigsam, der das Existentielle im Leben sucht. Dabei erscheint er wie ein Philosoph, der mittels der plastischen Malerei

denkt. Die Stärke seiner Überzeugungen gewinnt er in Abgrenzung zur Oberflächlichkeit und er konfrontiert uns mit Werken, die unsere

Bequemlichkeit erschüttern und unsere Vorurteile überwinden. Er steht seit dem Beginn seiner Karriere in der Tradition einer Kunst, die

den Wahnsinn, die Untaten und die Paradoxien des Menschen aufzeigt und bloßstellt. Ausgangspunkt und Fundament seiner

künstlerischen Arbeit ist die Frage nach der politischen  Freiheit und der Freiheit des Seins, und dabei übertreibt er manchmal in einem

naiven Idealismus.

Mit der festen Überzeugung einer bestimmten Vorstellung von Kunst, konzentriert er sich auf eine Idee, auf eine Form, die er mit einer

politischen und sozialen Position verbindet, welche keine Zweideutigkeit kennt und seiner Orientierung entspricht. Seine in einem lebhaften

und wilden Stil gearbeiteten Werke geben keine Antworten, sondern sie verweisen auf drängende Fragen der Zeit. Seine Malerei, die Hilfe 

zur Tat und zur Befeiung ist, steht im Zentrum eines poetischen Vorgehens, mit dem Hemmungen und Zurückhaltungen schwinden.

Ängste und Furcht werden vergessen und man gewinnt die Kraft, Zwänge zu überwinden. Schwierige Schritte überwindet Mustapha Nedjai 

mit viel Pragmatismus und Selbstlosigkeit; was ihm erlaubt, sich in seiner Arbeit zu entfalten und großes Selbstvertrauen zu gewinnen.

Stark beeinflusst von orientalischer und abendländischer Kunst, beruht seine Arbeit auf sorgfältigen Beobachtungen und Studien. Um sein

Ziel zu erreichen, nimmt sich Mustapha Nedjai die notwendige Zeit. Er sucht engagiert nach den Ausdrucksmitteln, die er braucht, um sich

einer drohenden Banalität zu entziehen. Seine Kenntnisse der Kunstgeschichte und sein Eigensinn haben dazu beigetragen, dass er sich

von ästhetischen und ideologischen  Beschränkungen lösen konnte.

Bei jeder Ausstellung betont er seine Originalität und Singularität. Seine Malerei kann wie ein System von Fragen verstanden werden, in

dem die Gedanken frei fließen können und von dem Impulse zu vielen möglichen Themen ausgehen. Er schiebt die falschen Dilemmata

beiseite, um seine Malerei als eine spitiruelle Suche praktizieren zu können. Er ist der Ansicht, dass die Malerei keine Flucht ist und sie

auf keinen Fall die Wirklichkeit beschönigen soll. Im Gegenteil, sie muss zuspitzen und die Krise der Menschheit nicht verdecken. Er hat

längst verstanden, dass die Suche nach einer tiefen, reinen und unschuldigen Wirklichkeit nur durch subversive Kunst erreicht werden

kann. Auch hinter jedem seiner Werke verbirgt sich eine Idee, mit der eine Entwicklung des menschlichen Bewusstseins angestrebt wird.

Weit davon entfernt, der Welt mit einer apathischen oder pessimistischen Geisteshaltung zu begegnen, glaubt Mustapha Nedjai, dass die

Objektivität, der Kampf gegen Vorurteile und "fait accompli" der Kunst ermöglichen, eine Pädagogische Rolle bei der Bewusstseinsent-

wicklung wahrzunehmen. Dafür ist sein Blick nicht zögerlich, sondern wenn nötig ätzend, aufrührerisch und aggressiv.

Sein Werk ist das Ergebnis einer Kontinuität und einer bemerkenswerten Geduld, wo die Beziehung zwischen den linearen Formen, dem 

Gleichgewicht des Lichtes, der Farben und Formen, die Basis seiner Arbeit darstellen. Er drängt so dem Auge des Betrachters seinen

wesentlichen Wert und seine konkrete Bedeutung auf ästhetischer, politischer und sozialer Ebene auf.

 

Zur Vernissage wird Ralf Melzow mit dem Transit-Theater in einer Matinee ein Stück des spanischen Dichters Cervantes präsentieren..

Geöffnet ist die Ausstellung jeden Samstag von 14 - 17 Uhr und Sonntag von 11 - 18 Uhr und nach Vereinbarung.

 

 

 

 

                                                                                                                        

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