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Theater 2008 >> "Der Kater oder wie man das Spiel spielt" 23.08.08 20:00 Uhr Kreiskulturnacht Der Kater oder wie man das Spiel spielt, ist der Titel den die "Montagsspieler" aus Osnabrück während der Kreiskulturnacht des Kreises Steinfurt auf die Bühne des Kulturspeichers
brachten. Witzig, turbulent und manchmal ein bisschen chaotisch ging es in Tankred Dorsts Theaterstück „Der Kater oder wie man das Spiel spielt“ zu. Das Grundmotiv des Märchens für Erwachsene kennt wohl jeder, denn es handelt sich um die Geschichte des gestiefelten Katers. Und dieser Stoff war zu allen Zeiten gut geeignet, einer Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten. Frau Siedendanz, Frau Blume, Herr Leutner sowie das Ehepaar Pelzig sind irritiert: In „ihrem Theater wird abends ein Märchen gegeben, das Erstlingswerk eines jungen Dichters, der, wie Herr Leutner weiß, „ein wirklich netter Kerl ist“; aber auch ziemlich ehrgeizig. Ausgerechnet vor der Premiere ist das allseits geschätzte Ensemblemitglied, Herr Meier-Kleff, erkrankt und muss ersetzt werden. Die Wahl fällt auf einen prominenten russischen Boxer, der nach seiner Sportlerkarriere im Show-Business Karriere machen will. Schon läuft Vieles schief.
burschen, wie er König werden kann und gleich- zeitig, wie er seine Rolle zu spielen hat, was wiederum von den Zuschauern kommentiert wird. Immerhin gelingt es im ersten Akt, die Handlung so weit voranzutreiben, dass Hinze sich als angeblicher Jäger des Grafen Carrabas beim kaninchen-süchtigen König mit Hilfe von Kaninchenpräsenten einführt und die Schlinge auslegen kann für eine Heirat Gottliebs mit der heiratsunwilligen Tochter des Königs. Der Akt endet mit einem Anfall des Königs wegen eines angebrannten Kaninchens. Im zweiten Akt verliebt sich die Prinzessin
programmgemäß in Gottlieb, der als seiner Kleider beraubter Graf vorgestellt wird. Während der König und Gottlieb sich auf dem Weg zum Schloss des Grafen befinden, frisst der Kater schnell einen Zauberer in der Gestalt einer Ratte, und schon hat der Graf sein Schloss. Leider nimmt die Kette von Pannen kein Ende. Kein Wunder also, dass Frau Siedendanz, Frau Blume, Herr Leutner und das Ehepaar Pelzig von diesem Theaterabend alles andere als begeistert sind.
Inszenierung zeigten die Akteure dieses Theaters im Theater, das der Frage nach der Aufgabe der Kunst nachging und zum Nach- denken über unsere moderne Gesellschaft anhielt. Dazu blieb in der sternenklaren Nacht genug Gelegenheit. Am Kanal, beleuchtet vom Kulturspeicher, genossen die Gäste eine idyllische Atmosphäre und nach kurzer Vorbereitungsphase auch ein gigantisches, farbenprächtiges Feuerwerk.
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