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Mitspielen ist ausdrücklich erlaubt, Ausstellung vom 21. Juni bis 6. Juli 2008

Legoausstellung für krebskranke Kinder im Kulturspeicher Dörenthe

Ein leuchtend gelber Wimpel flattert in diesen Tagen am Kulturspeicher

Dörenthe im Wind. Darauf sind deutlich Legosteine zu erkennen, die den

Besucher einladen sollen, die Treppe hinauf zu kommen und die Aus-

stellung zu besuchen, die dort seit Samstag allen Besuchern offen steht.

Legokonstrukteure aus dem Tecklenburger Land und aus ganz Deutsch-

land haben ihre Modelle zu einer Ausstellung zusammengetragen, die 

nicht nur Kinderherzen höher schlagen lässt. "Ist das eine Ausstellung für

Kinder oder für Erwachsene?", hörte man Besucher fragen. Und eine Ant-

wort darauf kann man ohne Weiteres gar nicht geben, denn es fühlte sich

Publikum aller Altersstufen angesprochen.

Beim Betreten der Ausstellungsfläche breitet sich ein riesiges Stadtareal vor dem Betrachter aus. Große Einkaufszentren werden eifrig 

von den gelben Legomännchen besucht, eine Eisenbahn fährt zügig ihre Runden und im Sportstadion können Wettkämpfe ausgetragen

werden. Aber überall gibt es noch brachliegendes Gelände und an allen Ecken und Enden wird fleißig gebaut. Mitmachen ist bei dieser

   Ausstellung ausdrücklich erlaubt. Die Stadt soll im Verlauf der 14 Tage, die die

  Ausstellung läuft, noch von den Ausstellungsleitern und den Besuchern gemein-

  sam erweitert werden. Nebenan sind Modelle aller Kategorien und der verschie-

  densten Zeiträume zu bewundern. Ganz besondere Eigenkreationen sind zu

  bestaunen und andere original aufgebaute Modelle - das älteste aus dem Jahr 

  1967 - erzählen die Entwicklungsgeschichte der Legosteine. So hatten die Figuren

  damals noch keine Gesichter und keine beweglichen Arme, die Autos und Häuser

  sahen ganz anders aus und die Technik, die darin steckte, war noch sehr viel 

 einfacher. In einer Ecke des Ausstellungsraums ist alles abgedunkelt. Dort leuchten fluoreszierende Star-Wars-Modelle im Schwarzlicht.

Direkt daneben stehen feingliederige Byonicle-Modelle und über den Ritterburgen schwebt ein Legodrachen an einem Nylonfaden.

Im Zentrum des Raums stehen übergroße Legofiguren Rücken an Rücken und beobachten die Besucher, die sich entlang der Ausstel-

lungstische bewegen und der größte Blickfang für Groß und Klein ist die riesige Ritterburg, die nur für die Ausstellung aus Cuxhaven

hergebracht worden ist. So reiht sich ein Highlight an das andere. Dazwischen stehen immer wieder Sparschweine aus bunten Lego-

steinen, die gefüttert werden wollen, denn der Erlös der Ausstellung wird an "wir helfen leben", den Münsteraner Verein zur Förderung

krebskranker Kinder e. V. gespendet.

 

Die Ausstellung ist samstags und sonntags jeweils in der Zeit 

von 11 bis 18 Uhr geöffnet und in der Woche täglich ab 14 Uhr.

 

veröffentlicht IVZ 25. Juni 2008

 

 

 

 

Liebhaber sammeln

Lego für krebskranke Kinder

-csc- Münster. Stein auf Stein für Jung und Alt: das ist Lego. Was dabei alles Unglaubliches gebaut werden kann, zeigte "Brickbrain 

2008 - Wir helfen Leben!", die Legoausstellung im Dörenther Kulturspeicher. Der Erlös: 7 700 Euro für die Kinderkrebshilfe Münster.

Aber nicht die Firma Lego zeichnet sich für die Idee verantwortlich, sondern das "Brickbrainteam", eine Gruppe von Legobegeisterten

erwachsenen Freunden. Sie fanden sich schon 2005 zusammen, um die erste Ausstellung zu organisieren, die den "Snoezel-Wohlfühl-

Raum" ihres Stadtkindergartens finanzieren sollte, berichtete Klaus Goldbeck, der dort selbst als Kind spielte.

Dieses Jahr "fand" er durch Zufall den Kulturspeicher Dörenthe. Und wieder brannte die Idee, die alten Legolieblinge herauszuholen und 

der Offentlichkeit zu präsentieren. Und weil "wir nicht in die eigene Tasche arbeiten wollten", berichtete Markus Himmelreich, sollte der

Erlös dem Verein zur Förderung krebskranker Kinder Münster zugute kommen.

Die Ausstellung war ein voller Erfolg: zwei Wochen lang präsentierten die Organisatoren auf 300 Quadratmetern über 180 Einzelskulpturen

sowie eine ganze Stadt, vier Eisenbahnanlagen, ein Schloss und vieles mehr. Insgesamt kamen 2849 Besucher, der Höhepunkt war der

vergangene Sonntag mit 700 Gästen. Und nicht nur der Nachwuchs war verzaubert: "Wir hatten viele Legobegeisterte Kinder ab 60 Jahren

aufwärts!", schmunzelte Marco Gries.

Der Spielwarenladen Hakmann aus Ladbergen unterstütze mit dem Verkauf von Legobaukästen. Auch sponserte er das Steineschätzen:

883 Legowürfel waren in einer Plexiglasröhre. Hannes Engel schätzte auf 882 und erhielt als Sieger einen Legoferrari. Anne Reinkers

meinte es seien 885 und der dritte Platz ging an die Schätzung von 880 Steinen an Celine Koopmann.

Nur von Lego hörte "Brickbrain" nichts: "Auf unsere Anfrage nach Unterstützung und Steinen mit dem Motto "Wir helfen Leben", gab es 

nie eine Rückmeldung". Das Team ist enttäuscht. Mit der Spende will die Kinderkrebshilfe Münster das Spielzimmer auf der Kinder-

onkologischen Station sanieren: neue Möbel, Spielzeug und Kuscheltiere. "Wir vom Verein versuchen, den Kindern die Zeit .mit der

Behandlung ihrer Krankheit so angenehm wie möglich zu machen", erklärte Monika Rüffer, ehrenamtliche Mitarbeiterin im Vorstand. Und

das blaue Sparschein, das das Legoteam als Symbol mitgebracht hat, bleibt als Erinnerung in der Station im 17. Stock der UniKliniken

West.                                                              veröffentlicht IVZ 10. Juli 2008

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lego-Begeisterte bastelten für ihr Ausstellung ein Spendenschwein: (v.l.)

Melanie und Markus Himmelreich, Sandra Gries, Klaus Goldbeck, Marco

Gries, Lothar Gröner und Jean-Marc Gries (vorne). Der Erlös ging an den 

Verein zur Förderung krebskranker Kinder Münster. Andea Niemann (l.)

und Monika Rüffer (2.v.l.) freuen sich sehr darüber. Foto: -csc-

 

 

 

www.kulturspeicher.net | www.kulturspeicher-doe renthe.de | www.kulturspeicher.com