Fotos und Text: Brigitte Striehn, veröffentlicht IVZ 5. August 2008
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Ausstellung 2008 >>> Kunstsommer 2008 vom 2. bis 10. August 2008 Varianten darstellender und bildender Kunst ausloten Junge Künstler brauchen ein Forum, das ihnen Möglichkeiten zur Präsentation ihrer Werke gibt und den Austausch von Ideen fördert. Die Keramikdesignerin Barbara Müller aus Lengerich hat dafür ein Konzept entwickelt, das als „Kunstsommer“ seit vier Jahren einem breiten Publikum die Vielfalt künstlerischen Schaffens zugänglich macht. „Es geht uns darum, verschiedene Ausdrucksweisen zu zeigen und Räume im Tecklenburger Land mit Kunst zu füllen. Das Ambiente im Kulturspeicher ist dafür einfach perfekt“, stellte sie bei der Vernissage am Samstagabend fest. Auf zwei Etagen des Gebäudes und auf den Freiflächen sind Gemälde, Zeichnungen, Fotografien, Keramikobjekte, Skulpturen und Installationen zu sehen, die das Motto „Kunst in Bewegung“ immer wieder neu interpretieren. Dazu gehört auch in diesem Jahr ein umfangreiches Rahmenprogramm.
Aussteller und zahlreiche Besucher zu einem Sektempfang im Foyer. Dort weisen zerborstene Weidenstämme darauf hin, dass Kunst den Blick auf andere elementare Bereiche, wie die Natur, lenken kann. Petra Therling ging bei der Einführung besonders auf das Schwerpunktthema dieses Jahres ein. Es solle zeigen, dass Kunst kein starres Gebilde ist, sondern sich ständig verändert. Kunst bewegt – sich selbst und den einzelnen Menschen. Nicht nur die bildenden Künste haben Platz im „Kunstsommer 2008“. Das Rahmenprogramm begann mit einer Tanzperformance. Ralf Freudenberger aus Freiburg hat sich nach klassischer Ausbildung seit acht Jahren der elektronischen Musik verschrieben. Zu seinen live gespielten elektroakustischen Improvisationen tanzte Hideto Heshiki aus Zürich eine Choreografie, die auf
der Grundidee basiert, dass der Mensch
von seiner Umwelt beeinflusst wird. Die Darstellung von Individualität und Abhängig- keiten sollte in seinem Vortrag zum Ausdruck kommen. Andreas Lamey demonstrierte mit einer „Wasserperformance“ sehr eindringlich, wie Wasser das Leben auf der Erde bestimmt. Dieses Projekt wird in den nächsten Tagen mit zufälligen Improvisationen fortgesetzt. Es gibt vieles zu sehen während des Kunstsommers: Gemälde von Jörg Kujawa und Susanne Heitmann; Fotografien von Mijo M. Jongebloed; Möbel, Skulpturen und Objekte aus Holz, Stein und anderen
Materialien von Angela Große, Ties Mulder, Bernd Obernüfemann, Urs Schiemann und Sandi Georgiew; Keramikdesign von Barbara Müller; Druckgrafiken der Ibbenbürenerin Künstlerin Christina Sauer und Schmuck von Alexandra Ridder. Die Ausstellung ist jeden Tag von 17 bis 19 Uhr für Besucher geöffnet. Am nächsten Wochenende folgt eine Fortsetzung des Rahmenprogramms mit Tanz, einer Lesung und der Charity-Veranstaltung zugunsten des „Hunger Projekt e. V.“.
Fotos und Text: Brigitte Striehn, veröffentlicht IVZ 5. August 2008
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