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Aus vielen kleinen Teilen große Kunstwerke geschaffen

Kinder präsentierten Ergebnisse des Sommerkunstprojektes im Kulturspeicher

Aus einem Samenkorn wächst eine Blume oder ein ganzer Halm, der Früchte trägt und aus einem einzigen Grundstein wird ein ganzes Haus

gebaut. Unter dem Motto "Vom kleinen Teil zum großen Ganzen" erlebten rund 20 Kinder in den ersten vier Tagen der Sommerferien, wie auch

Kunst in diesem Sinne entstehen kann. In einem Kinderkunstprojekt unter der Leitung von Jürgen Hecker vom Förderverein Kulturspeicher

Dörenthe e.V. und Stella Ballare, Theater­ und Wildnispädagogin, gestalteten die Kinder aus Streichhölzern, Sand, Ästen, Lehm, Bierdeckeln und

Nägeln kleine und große Kunstwerke, die sie am Sonntag stolz Eltern, Großeltern und Geschwistern präsentierten.

Die Idee sei mit der Lego­Ausstellung entstanden, die momentan im Obergeschoss des Kulturspeichers gastiert, 

so Hecker. Auch da entwickle man aus kleinen Teilen ein großes Kunstwerk und Ähnliches hätten die Kinder nun 

mit den natürlichen Materialien gemacht. Um die Verbindung noch deutlicher zu machen, hatten alle Kinder und 

ihre Begleiter am Sonntag freien Eintritt zu der Lego­Ausstellung. Zuvor wollten aber die eigenen Kunstwerke vor-

gestellt sein. In den ersten Tagen des Projekts, so die beiden Leiter, hätten sie versucht, den Kindern spielerisch 

die Materialien näher zu bringen. Dieses Kennenlernen sollten auch die Eltern nachempfinden, damit es bei der Ausstellung nicht beim bloßen

Schauen blieb. Deshalb mussten die Eltern und auch die kleinen Künstler sich  zuerst noch gedulden, bis die eigentlichen, großen Kunstwerke

vorgeführt werden durften. Kleine Spiele wie das gemeinsame Legen eines großen Mandalas aus Streichhölzern, Wortgeschichten zu schreiben

oder Bierdeckel mit viel Gefühl möglichst nah an eine Wand zu werfen, sollten einen Teil des ganzen Projektes erlebbar machen und nachfühlbar

werden lassen. Die Materialien stellten die Kinder selbst vor. Zu jedem Stoff erzählten zwei Kinder, worauf man besonders achten müsse und wie

er verarbeitet werde. Kleine Teile zu nehmen und zusammenzufügen mache dabei viel mehr Spaß und sei nicht so langweilig wie ein großes 

Teil, beteuerten sie dabei. Auch während sie sich noch mit den Materialien befassten, schufen die Kinder schon erste Ergebnisse, die natürlich

auch präsentiert wurden, wie zum Beispiel Gläser mit vielen Schichten farbigen Sandes oder kleine Häuser aus Ästen, die die Kinder mit Blättern,

Moos und Beeren verziert haben. Für das große Ganze, das die Kinder dann ganz stolz vor der versammelten Elternschar vorstellen und erklären

durften, hatten die Kinder dann einen ganzen Tag lang Zeit, um sich mit dem Material zu befassen, das ihnen am meisten lag. Von Häusern über

zierliche Mobilekonstruktionen bis hin zu stabilen, kunstvoll verzierten Schaustücken gab es viel zu sehen und am Ende des Tages, nachdem

alles begutachtet war und die Eltern ihren wohlverdienten Kaffee getrunken hatten, durften die kleinen Kunstwerke dann auch stolz nach Hause

getragen werden.


Text und Foto: Anna Bühren veröffentlicht IVZ 30.Juni 2008 


 

 

 

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