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Begegnung der europäischen Jugend vom 10.08.2008 bis 30.08.2008 "European Islands I"

Kunstprojekt mit Förderverein Kulturspeicher Dörenthe e.V. und KAJA - West e.V. 

Im Rahmen eines Kunstprojekts, das in Zusammenarbeit mit dem Förderverein KuIturspeicher Dörenthe e. V. und KAJA West e. V. Rheine, Träger

Europäischer Jugendarbeit, organisiert wurde, kamen vom 8. bis 30. August Kunst- und Architekturstudenten aus sechs europäischen Ländern

nach Dörenthe, um im Kulturspeicher ihre kreativen Ideen in konkrete Modelle umzusetzen. Titel des Wanderprojekts, bei dem es um die

künstlerische Gestaltung von Verkehrsinseln in sechs europäischen Län­dern geht: "European Islands 2008 - 2011". Was die jungen Leute aus

Litauen, Polen, den Niederlanden, Rumänien und der Türkei sowie Partnergruppen aus Ibbenbüren und dem Kreis Steinfurt während dieser Zeit

erarbeiteten, wurde zum Abschluss in einer

Präsentation im Kulturspeicher vorgestellt. 

In einer Umsetzungsphase unter dem Titel

 "European Islands II" sollen die jungen Künstler

im August nächsten Jahres die Chance erhalten, 

bis zu vier ihrer Entwürfe in Projekten in Ibbenbüren,

am Flughafen Münster/Osnabrück und in Münster

umzusetzen. Kunst als Form der Begegnung sei

ein Grundgedanke bei diesem Projekt, teilt Kaja

West mit. Einerseits gehe es um die Begegnung 

der europäischen Jugendlichen untereinander,

andererseits um die Begegnung mit Partnern

aus der Region, zum Beispiel mit der Landjugend 

Ibbenbüren, mit Jugendlichen dem Begegnungs-

zentrum für Ausländer und Deutsche sowie mit Schülern des Kepler-Gymnasiums Ibbenbüren. Und schließlich ging es auch um die Ausein-

andersetzung mit der Kunst im Öffentlichen Raum im Kreis Steinfurt, insbesondere um künstlerisch gestaltete Verkehrskreisel. "Wir wollten das

Münsterland als ,Europäischen Gestaltungsraum' interpretieren und sichtbare Zeichen für die Europäische Idee der bunten Vielfalt setzen", so

Projektleiter Bernhard Ahlers. Und nicht zuletzt gehe es darum, Jugendlichen aus osteuropäischen Ländern, in denen das bürgerschaftliche

Engagement für die Gestaltung des öffentlichen Raumes noch entwickelt werden müsse, aufzuzeigen, "dass insbesondere die Jugend hier 

auch spielerisch - experimentell Modelle für die politische und soziale Partizipation erproben kann." Jeder Partner habe mehrere Workshop-Poster

­ insgesamt über ein Dutzend Projektvorschläge (weitere entstanden in der Begegnung) - aus der Heimat mitgebracht, die allesamt auf die

Mitgestaltung der anderen europäischen Gruppen und Partner aus der Region ausgerichtet waren. In zweiwöchiger Arbeit entstanden bis zur

Abschlusspräsentation von allen Projekten Modelle einschließlich einer zugehörigen Präsentationstafel. So wurden der Jury bei der

Abschlusspräsentation insgesamt 16 Projekte vorgestellt. Dieser Jury gehörten an: Mitglieder von KAJA West e. v., des Fördervereins

Kulturspeicher Dörenthe e. V. Mitglieder von KAJA West e. v., des Fördervereins Kulturspeicher Dörenthe e. V.  (Monika Haselon), ein Vertreter des 

Kreises Steinfurt, Ibbenbürens Stadtbaurat Robert

Siedler und Martin Weischer, Professor für

Architektur und Baumanagement an der FH Münster.

Neben zwei Projekten, die auf den Flughafen

Greven und die Stadt Münster zugeschnitten

wurden, sind folgende Arbeiten für die

Realisierung in Ibbenbüren vorgeschlagen worden.

Für größere Kreisverkehre auf Durchgangsstraßen:

"the happy message" des Teams Paulus Navickas

aus Litauen: ausrangierte alternative Verkehrs-

schilder, neu belebt mit Texten und Bildern aus

                                                                                                                                                                     mehreren europäischen Kulturräumen, auf einer

                                                                                                                                                                      Verkehrsinsel vereint; "hands" des Teams Szilard

Banga aus Rumänien: eine Versammlung von Armen und Händen, von vielen Teilnehmern bemalt, weist in verschiedene Himmelsrichtungen.

Für kleinere Kreisverkehre in Wohngebieten: "life is too short to walk around it" von dem Team Ilona Baciuskaite aus Litauen. Ein Weg, der aus

Einzelteilen der Partner zusammengestückelt werden soll (Symbol der Schere), aufgereihte Plexiglasplatten, die Spuren des eigenen Lebens. 

der eigenen Kultur in europäischer Reihe sichern soll. Ein weiteres Projekt eines kleinen europäischen Hauses, dessen sechs Fassaden

(entsprechend der sechs beteiligten Länder) mit Motiven aus dem lokalen/regionalen Sagen- und Mythenschatz bemalt werden sollen, könnte 

in Wohngegenden mit vielen Kindern realisiert werden, meint Bernhard Ahlers. 

Das Projekt "European Islands" wurde laut Mitteilung von KAJA West neben der Schwerpunktfinanzierung aus dem EU-Programm "Jugend in

Aktion" unterstützt von der Stadt Ibbenbüren, dem Kreis Steinfurt und der Kreissparkasse Steinfurt.

veröffentlicht IVZ 09.09.08    Fotos: Anna Bühren

 

 

 

 

 

 

 

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