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Events 2006 >> Roter Beton wurde zum Leben erweckt Sonntag, 7. Mai 2006 "funny red line" verbindet Kunstfreunde Auf einer gemeinsamen
Linie soll die Arbeit der drei kulturschaffen den Vereine Mettingen, Ibbenbüren und Dörenthe demnächst liegen. Dies ist nicht nur sprichwörtlich gemeint, sondern wird symbolisiert mit der "funny red line". Die drei Skulpturen in Ibbenbüren an der Alten Honigfabrik, in Dörenthe am Kultur- speicher und am Mettinger Kunstspeicher sollen eine Verbindung schaffen. Am Sonntag wurde die "funny red line" zunächst an der Alten Honigfabrik offiziell enthüllt. Zahlreiche Gäste säumten die 14 Meter lange rote Linie, als Dr. Annette Kleinert, Vorsitzende des Kunstvereins Ibbenbüren, die Skulptur enthüllte. "Wir wollen von nun an mehr gemeinsam machen.
Kleinert. Sie dankte vor allem dem Ibbenbürener Bau- und Service- betrieb und der Kreishandwerkerschaft, die sich um die Erstellung und den Aufbau gekümmert hatten. "Die Zusammenarbeit hat uns bisher gefehlt", so Dr. Gerd Overmeyer, Vorsitzender des Förder- vereins Kulturspeicher Dörenthe, zur Beziehung der drei Vereine. Er überreichte Kleinert eine Tafel, die die Autorschaft der "funny red line" bekannt gibt: Dovile Martinaityte. Die Künstlerin aus Litauen lieferte die Idee zu der Skulptur. Studenten aus Münster, Polen, Rumänien und dem Heimatland der Künstlerin setzen sie 2004 im
Rahmen eines Projekts des Rheiner Vereins "Kaja West" mit finanzieller Hilfe des Programms Jugend der Europäischen Kommission am Kulturspeicher um. Als "Medium für Kommunikation" sieht Bernhard Ahlers von Kaja West die Linie, die in Dörenthe 38 Meter lang ist. Eine "Kunstlinie durch den Teuto" wünscht sich Overmeyer. Diese war gestern bereits in den Anfängen: Während einer Radtour der drei Vereine von Ibbenbüren nach Mettingen folgten die Kunstfreunde auf rund zwölf Kilometer einer Strecke, die mit roten Streifchen markiert war. Die Bedeutung der Verbindung der Kunstvereine betonte auch Ibbenbürens Bürgermeister Heinz Steingröver. "Die Linie führt außerdem, glaube ich, direkt aus Richtung meines Arbeitszimmers auf die Alte Honigfabrik zu. Das ist auch ganz gut", scherzte er. In Mettingen tragen sich dann am Nachmittag alle Interessierten nach der Radtour wieder. Mit einer eindruckvollen Tanz-Performance erweckten die drei KvG-Schüler- innen Maren Ahlers, Beatrice Aust und Jana Lehnfeld unter der Leitung von Lehrerin Ruth Klaschka-Leinweber den roten Beton zum Leben. Mettingens Bürgermeister Helmut Kellinghaus und Barbara Brüning, Vorsitzende des Fördervereins Schultenhof, begrüßten die Kunstfreunde. Brüning betonte die Vielseitigkeit der Skulptur. Die Arbeit der Kunstfreunde erkannte auch Helmut Kellinghaus an: "Da waren so manche mit einem Spaten unterwegs, die sonst nur mit dem Bleistift arbeiten." Text: Linda Braunschweig, veröffentlicht IVZ 8.05.06
Roter "Faden" soll verbinden KaJa-Projekt 2005 - 2006 Leuchtendes Kunstobjekt wird auch an der Honigfabrik und am Kunstspeicher Mettingen entstehen Von der Raumwirkung der "funny red line" begeistert sind nicht nur die Mitglieder des Fördervereins Kulturspeicher Dörenthe e.V.. Das 40 Meter lange knallrote Kunstobjekt, das entlang des Dortmund-Ems-Kanals am Kulturspeicher installiert wurde, soll an zwei weiteren Orten "Ableger" bekommen. Jeweils kürzere Stücke der roten Betonzeile sollen auf dem Clemensplatz an der Alten Honigfabrik in Ibbenbüren und am Kunstspeicher auf dem Schultenhof in Mettingen errichtet werden. Als wiedererkennbar verbindendes Element. "als eine Klammer" solle die "funny red line" alle drei Standorte für den Besucher optisch verbinden, erläutert Architekt Hans Althaus, der bei diesem Vorhaben die Federführung übernommen hat und es im Namen des Fördervereins Kulturspeicher Dörenthe begleitet. Wie ein roter Faden soll die "funny red line" die Besucher der drei Kunst- und Kulturhäuser leiten und an jedem Standort auf die jeweils anderen verweisen. Das Einverständnis der Architektin und Künstlerin Dovile Martinaityte aus Litauen liegt bereits vor, so Hans Althaus. Martinaityte entwickelte die "funny red line" im Rahmen des Projekts "European Experiments" das der Rheiner Verein KAJA West e.V. in Zusammenarbeit mit dem Verein Kulturspeicher Dörenthe mit Architekturstudenten aus Beitrittsländern der EU ausrichtete. Dieses Projekt, für das die Studenten im Frühjahr 2004 und 2005 jeweils in Dörenthe waren, wurde unter anderem gefördert von der Regionale 2004, deren Thema "Kanalband" die Litauerin mit ihrer "funny red line" künstlerisch umsetzte. Gleichzeitig hat die signalrote Skulptur aus Beton auch eine praktische Seite: Sie lädt Besucher des Kulturspeichers zur Rast, zum Spielen und Klettern ein. Bei der Umsetzung der künstlerischen Idee von Dovile Martinaityte waren auch Architekturstudenten der Fachhochschule Münster unter Leitung von Prof.Dipl. Ing. Thomas Jürges und Prof. Dipl. Ing. Martin Weischer beteiligt. Unter anderem berechneten die Studenten die Statik für die Skulptur und übernahmen das Management für die Umsetzung, erstellten Materiallisten und Zeitpläne. Eine gehörige Anstrengung erforderte die Realisierung der Skulptur auch vom Förderverein Kulturspeicher, der aus Spenden die 5000 Euro Materialkosten finanzierte. Unter anderem hätten die Firmen Feldmann, Börgel und Schrameyer den Verein unterstützt. Allein 1,5 Tonnen Stahl für rund 1700 Euro und sieben Kubikmeter Beton wurden in der Skulptur verbaut. Der Realisierung der Idee, auch in Mettingen und in Ibbenbüren auf dem Clemensplatz eine, wenn auch kürzere "funny red line" zu bauen, komme die Tatsache entgegen, dass die Schalung noch vorhanden sei, so Hans Althaus. Sie sei wiederverwertbar. "Das ganze Ding ist elementiert", so Althaus, so dass man die Teilelemente auch in einem anderen Ablauf zusammenstellen könne. Auf dem Clemensplatz soll eine 14 Meter lange rote Betonlinie entstehen und in Mettingen sei an zehn Meter gedacht, wobei dort noch Abstimmungsgespräche ausstünden. Die grundsätzliche Zustimmung der Stadt Ibbenbüren und der Gemeinde Mettingen liege aber vor. "Jetzt werden Spenden gesammelt", so Althaus. Text: Cornelia Ruholl, veröffentlicht IVZ 21.07.05
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