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Gute Laune inklusive

Chorkonzert zum JazzWeDo-Geburtstag

Gesungen und getanzt wird auf jedem Geburtstagsfest. Und genau dieses tat auch der Chor "JazzWeDo" zu seinem 20. Geburtstag.

Schön geschmückt war der Kulturspeicher am Samstagabend mit Kerzenlichtern, herbstlich geschmückten Tischen und einer freundlich

ausgeleuchteten Bühne. Und zahlreiche Gäste folgten der Einladung: die beiden befreundeten Chöre "Chorage" aus Ibbenbüren und 

"VocaLisa" aus Münster sowie die aus ehemaligen Chormitgliedern gegründete Hardpopband "WieNuel" aus Osnabrück/Mettingen. Und

rund 70 Zuhörer waren den Aufforderungen des ersten Liedes von "JazzWeDo", dem Tanzcafé-Klassiker "Come in" gefolgt. Dr. Gerd Over-

meyer, Vorsitzender des Fördervereins Kulturspeicher, ließ es sich nicht nehmen, Glückwünsche zu übermitteln und durch das Programm

des Geburtstagskindes zu führen. Vor 20 Jahren startete der Chor als PinkPop-Chor anlässlich eines Jazz-Austausches mit den USA. 

2000 hat der jetzige Leiter Peter Dombeck die Leitung übernommen, 2006 wurde aus dem Namen "JazzForFun" aus Internetrechtlichen

"JazzWeDo". Und eine weitere wichtige Information wurde übermittelt: der Chor sucht noch dringend Mitsänger, besonders im Tenor, da

gleich alle drei Tenöre den Chor aus beruflichen Gründen verlassen müssen. 

Dass das Singen auch Spaß macht, haben die Sänger/innen auf die vielfältigste Art und Weise demonstriert. Ob sie Gershwin´s "I got

rhythm", das die 20iger Jahre imitierende "Stompin`Savoy" oder das Duett "Night and Day" von Cole Porter sangen, ob sie Popballaden,

oder Songs der Beatles darboten, die gute Laune war vorprogrammiert und der Einfallsreichtum bei der Choreographie brachte sehr viel

Abwechslung. Nicht nur bei dem Publikum kamen die aus der Rock-Pop-Szene adaptierten Lieder an, auch die singenden Damen und 

Herren hatten ihre Freude an der Darstellung des "Spinning Wheels" (Blood, Sweat and Tears), wobei das "Round and round" der im 

kreis wandernden Stimmen einen besonderen Höreindruck lieferte. Arthur Browns´ "God Of Hellfire" war das Ende und auch der Höhe-

punkt ihres Auftritts. Mit dem als Teufel verkleideten Peter Dombek, mit rotem Licht und dem Nebel einer Nebelmaschine wurde eindrucks-

voll die Hölle mit Spaß am Schauspielern besungen. Lustig, peppig und mit vielen Ideen gespickt war auch der Auftritt von "Chorage", dem

PinkPop-Jazzchor, nicht nur an Jahren der kleinste der Chöre: er sang mit nur einem Tenor, drei Bässen und 14 Damen eine irische 

Volksweise, einen Gospel, und aus den 70igern das "See it with a kiss". Mit Bodypersussion wie Stampfen, Klatschen, Schnipsen und

rhythmischem Tütengeknister lieferten sie als Abschluss ihres Auftritts eine etwas andere, nicht minder gefällige Version einer Bourree

von dem Mozart-Vater Leopold. 

Beieindruckend gut war die Darbietung der 21 "Vocalisen", dem Frauenjazzchor aus Münster. Ihre Leiterin Elisabeth Tuchmann feiert mit

diesem Auftritt ihr ganz persönliches Jubiläum: seit 20 Jahren ist sie Leiterin und Arrangeurin von Jazzchören und hat damals mit dem 

ersten Pink-Pop-Chor ihre ersten Gehversuche gestartet. Als Profi hat sie es dann zur Meisterschaft gebracht, wie sie es nicht nur mit

ihrem sehr effizienten Dirigat bewies. Das erste "musikalische Zuckerstückchen" war ein hübsch arrangiertes Happy Birthday, bei dem 

alle Damen ihre um den Bauch gebundenen Schleifen lösten, um sich so als Geburtstagsgeschenk zu outen. Zu dem Lied von Nina 

Hagen "Wie ein Fisch im Wasser" hat der Chor gleich drei weitere Strophen gedichtet, das Genießen eines Tages wurde in dem "Jungen

vom Fluss" (Rio Reiser) in einer wirkungsvollen Choreographie herausgearbeitet, während in dem von dem Marlene Dietrich-Komponisten

Friedrich Holländer komponierten "Kleine Sehnsucht" eben dieses Gefühl sehr gut verdeutlicht wurde. Selbstverständlich freuten sich alle

Zuhörer über das gemeinsame "Good Night Sweetheart" aller Chöre, das diese als Zugabe einstudiert hatten. Jetzt fehlte nur noch - nach

stärkender Gulaschsuppe und frisch geernteten Äpfeln - die Party, die die Hardpopband "WieNuel" aus Mettingen/Osnabrück mit ihrem

Auftritt einläutete. Happy Birthday, "JazzWeDo"!

Text: Jutta Lügger, veröffentlicht IVZ 23.09.2008 

 

"JazzWeDo"feiert 20-Jähriges im Kulturspeicher

"Singen macht Spaß, ganz besonders in der Gemeinschaft!" - das fanden schon die Sängerinnen und Sänger des Pink-Jazz-Chores, der

anlässlich des ersten deutsch-amerikanischen Jugend-Jazz-Austauschs im Oktober 1988 in Ibbenbüren gegründet wurde. Fast zehn Jahre 

leitete Elisabeth Tuchmann diesen gemischten Chor, mit dem sie unter anderem regelmäßig in Ibbenbüren und Mettingen auftrat. In der Zeit 

von Ende 1997 bis Anfang 2000 übernahmen jeweils für ein Jahr Peter Witte und Christiane Lübken­Grühnloh, beide aus Osnabrück, die Leitung.

Inzwischen setzt sich die Sängerschaft zu annähernd gleichen Teilen aus sangesfreudigen Menschen aus dem Kreis Steinfurt und Osnabrück

zusammen. Seit Februar 2000 wird der Chor von Kurt Dombek geleitet. In diesem Jahr gab sich der Chor zunächst den Namen "JazzForFun",

unter dem er unter anderem im Rahmen von Kulturprogrammen und Festivals in Osnabrück und Umgebung auftrat. Außerdem führten ihn

musikalische Umrahmungen von Vernissagen und anderen Veranstaltungen auch immer wieder in den "Geburtsort" Ibbenbüren. Im Sommer

2006 gab sich der Jazzchor den Namen "JazzWeDo" und hat seitdem auch eine eigene Internetseite, wo mehr Über den Chor zu erfahren ist.

Das Vergnügen, nun schon 20 Jahre zusammen zu singen, will "JazzWeDo" am Samstag, 20. September, im Kulturspeicher Dörenthe

gebührend feiern, aber nicht allein, Und darum sind alle ehemalige Mitsängerinnen und -sänger, Freundinnen und Freunde und Liebhaber

mundgemachter Musik eingeladen, mitzufeiern. An diesem Abend gibt es Musik von "JazzWeDo", Jazzchor Osnabrück / Ibbenbüren, Leitung Kurt

Dombek; "Voca­lisa", Frauen-Jazz-Chor Münster, Leitung ElisabethTuchmann; "Chorage", Pink-Pop­Chor Ibbenbüren, Leitung Nina Witte; und

"WieNuel", Hardpopband Osnabrück / Mettingen. Natürlich werde danach auch ordentlich "aufgelegt", zum "Hotten" oder "Chillen", heißt es in der

Mitteilung der Veranstalter. I Termin: Samstag, 20. September. Einlass: 19 Uhr. Beginn: 19.30 Uhr im Kulturspeicher Dörenthe, Hafenstrasse 14

in Dörenthe. Anfahrt. »www.kulturspeicher-doerenthe.de«. Der Eintritt ist frei.

 

www.kulturspeicher.net | www.kulturspeicher-doerenthe.de | www.kulturspeicher.com