Navigation

Startseite

Wir über uns

Veranstaltungen

Mitglied werden

Links

Impressum

Jahresübersicht   Rückblick

< zurück                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                              

Events 2006 >>

"Wir sind hier im Ort fest eingebaut"      Hafenfest 2006

Hafenfest am Kulturspeicher Dörenthe

Nein, ohne ganz handfestes Zupacken geht hier letztlich nichts",

sagt Dr. Gerd Overmeyer und drehte dabei ein weiteres Dutzend 

Würstchen auf dem Grill am hinteren Eingang des Kulturspeichers

Dörenthe um. Gemeinsam mit Hans Althaus war er am Sonntag-

nachmittag für den Würstchenstand zuständig, und beide

beantworteten mit Vergnügen alle Fragen, die ihnen zu der

Großveranstaltung am vergangenen Wochenende gestellt wurden.

So war zu erfahren, dass neben einem umfangreichen Programm

auch in eigener Sache Grund zum Feiern bestand: Die längere 

Phase des Umbaues des Kulturspeichers Dörenthe ist nunmehr 

beendet, und nicht nur die sanitären Anlagen wurden komplett überholt. Vielmehr ist der Speicher jetzt ganzjährig, also ab sofort auch in

den Wintermonaten miet- und somit nutzbar. Neben der Förderung durch das Land NRW und den Kreis wurden mindestens zehn Prozent

der Umbausumme in Form von Eigenmitteln aufgebracht, und dazu kann man dem engagierten Vorstand des "Fördervereins Kulturspeicher

Dörenthe e.V." nur gratulieren. Bereits am Samstag hatte es zur Neueinweihung neben 

einer Feierstunde und einer zünftigen Party eine "Kulturnacht" gegeben, in deren Rahmen

die Theatergruppe "Phönix 5" aus Münster das Stück "No Time Tolouse" aufführte. Am

Sonntag nun stand das Hafenfest an, das Hans Althaus mit klaren Worten beschrieb: "Wir,

der Förderverein, richten dieses Hafenfest aus, denn wir sind hier in Dörenthe fest einge-

baut. Wir haben engen Kontakt zu Dörenther Institutionen, und das kann man heute auch

sehen: Die Feuerwehr ist da, die Kinder vom evangelischen Markus-Kindergarten haben 

hier musiziert, und aus Spenden werden heute Kaffee, Kuchen und sogar einige 

Spezialitäten angeboten.." "Und der Bürgerschützen- und Heimatverein ist mit uns eben-

falls eng verbunden", ergänzte Dr. Gerd Overmeyer und drehte fachmännisch weitere

Würstchen um, während im Inneren des Kunstspeichers mit Monika Haselon und Petra

Probst zwei weitere Vorstandsmitglieder den Getränkestand betreuten. Nicht zu vergessen

ist das von Jürgen Hecker geleitete "Ni(e)rosta"-Theater der VHS Ibbenbüren, und Hecker, 

der wie Karl-Heinz Käsekamp im Vorstand des Fördervereine Kulturspeicher mitarbeitet, 

präsentierte in mehreren Spielszenen live vor Ort, was sein Ensemble so alles erlernt hat. Erwähnt sei nur der köstlich-trockene Dialog

zwischen der snobistischen Malerin (Jutta Lorenz) und ihrem schlagfertig konterndem Modell, dargestellt von Margarethe Taschner.

Während Dr. Overmeyer draußen ein Feuerzeug suchte, weil ein teil seines Grills mehr Glut benötigte, spielte drinnen die Pink-Pop-Big-

Band mit rhythmischer Sicherheit und viel hör- und sichtbarer

Spielfreude. Als sei das alles noch nicht genug des Guten, setzte

das KaJa-Projekt "European Experiments 3" noch weitere

künstlerische Akzente unter dieses Wochenende. Draußen, in

unmittelbarer Nähe zum Kanal, erregte das bunt gestaltete

"europäische Schiff" viel Aufmerksamkeit. Hier, gleich neben dem

wieder nachgeheizten Würstchengrill, endete für viele Besucher 

ein rundum gelungenes und an Attraktionen reiches Wochenende.

Text: Gerhard Baune, veröffentlicht IVZ 29.08.06

 

 

Kulturspeicher im neuen Gewand 


Hafenfest nach gelungenem Umbau mit zahlreichen Besuchern / Geld ist gut angelegt        

Es ist vollbracht! Rechtzeitig zur Kreiskulturnacht am Samstag konnte das Ende des Umbaus des Kulturspeichers in Dörenthe mit dem

Hafenfest gefeiert werden. Und die zahlreichen Besucher zeigen sich äußerst angetan und sehr beeindruckt von dem, was die Mitglieder

des 1998 gegründeten Fördervereins Kulturspeicher Dörenthe mit ihrem außerordentlichen Engagement erreicht und möglich gemacht

haben. Was ursprünglich zwar ein Ort mit besonderem Charakter und unnachahmlicher Atmosphäre, aber auch mit unzureichenden

Räumen und vielen anderen Unzulänglichkeiten war, präsentiert sich nun nach erfolgreichem Umbau als ein Glied ganz besonderer Art in

der Kette der Kulturstätten im Kreis Steinfurt. Drinnen wie draußen ist viel Raum zum Experimentieren, wo umgekippte Farbe und andere

Missgeschicke keine Tragödie darstellen. Die unverfälschte Umgebung des Hafens mit seinen riesigen Maschinen uns Steinhalde, die

unmittelbare Nähe des Wassers inspirieren und schaffen eine Kulisse, von denen Künstler aus aller Welt begeistert sind.

Wie Dr. Gerd Overmeyer, Vorsitzender des Kulturvereins, erläuterte, führten glückliche Umstände den Verein mit Personen zusammen, die

sein Interesse teilten und ihm hilfreich zur Seite standen, wie zum Beispiel Architekt Hans Althaus und  Joachim Michels, denen viel zu 

verdanken sei. Alle Namen zu nennen sei unmöglich, zu viele hätten geholfen, den Kulturspeicher zu dem zu machen, was er nun ist. 

Ihnen allen sprach Overmeyer im Namen des Fördervereins seinen Dank aus. Gleichzeitig stellte er die Mitglieder des Vereins vor, die sich

alle in jeder nur erdenklichen Weise eingebracht hätten, und bedankte sich auch bei ihnen für ihre künstlerische, finanzielle, ideelle und

ehrenamtliche Arbeit. Und nun - das Haus selbst sei nach einer Investition von rund 260 000 Euro in allem behindertengerecht und

"wunderbar" - wünsche man sich nur noch viele Gäste, reges Interesse und ein volles Haus.

Auch Ibbenbürens Bürgermeister Heinz Steingröver, Landrat Thomas Kubendorff und Achim Dahlheimer vom Ministerium für Bauten und 

Verkehr NRW sprachen ihre Anerkennung für die vom Förderverein geleistete Arbeit aus. Steingröver unterstrich den besonderen Charakter

des Speichers und dankte im Namen der Stadt Ibbenbüren sowohl Kubendorff als auch Dahlheimer für ihre Förderung und Unterstützung. 

Er wies auf die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten hin und stellte fest, dass der Kulturspeicher sich zu einem Stadtteil-Zentrum ent-

wickelt habe, an dem zu seiner Freude auch die örtlichen Vereine Interesse bekundeten. Alle ursprünglichen Ziele seinen nunmehr er-

reicht: Schutz vor Regen und Einbruch, die Möglichkeit der Nutzung des Gebäudes in den Wintermonaten durch den Einbau einer Heizung

und unkomplizierte Nutzungsmöglichkeiten für verschiedene Veranstaltungen. Landrat Kubendorff erinnerte in seiner Rede an frühere 

Zeiten, als er noch "oben (im ersten Stock) `rumgekraxelt" sei, was wegen des baulichen Zustandes des Speichers recht gefährlich

gewesen sei. Der Kampf um den Kulturspeicher habe zwar sehr lang gedauert, aber nun sei sein Name mittlerweile sogar international

bekannt. Dass es soweit gekommen sei, sei starken Nerven und dem großen Rückhalt für eine engagierte Gruppe zu verdanken.

Der Kulturspeicher sei kein elitäres Projekt, sondern für alle da, für Jung und Alt, sowohl für Einsteiger als auch für renommierte Künstler.

Sein besonderer Wunsch für den Speicher Dörenthe ist, "dass man dem Haus seinen einmaligen Charme erhalten möge, der es aus-

zeichnet."

Auch Dahlheimer betonte  die außerordentliche Entwicklung des Kulturspeichers, indem der an Zeiten (noch im Jahre 2000!) erinnerte, als

im Baedeker Reiseführer weder Steinfurt, noch Ibbenbüren oder gar Dörenthe erwähnt wurden. Heute aber, sechs Jahre später, gebe es 

Kulturmagazine, die in Sonderteilen über diese Region berichteten.

Diese Entwicklung und die Kulturnacht des Kreises im Münsterland sei keine Selbstverständlichkeit, sondern sei ein Zeichen für die Be-

sinnung auf kulturelle und historische Werte. Ähnliches sei in Gravenhorst, im Banjo usw. festzustellen.

Dahlheimer findet das nach eigenem Bekunden "großartig, denn am Umgang mit dem historischen und kulturellen Erbe zeigt sich, ob man

zivilisiert  oder barbarisch" sei. Und er, der aus dem Ruhrgebiet stammt und als Kind mit dem Münsterland "das platte Land mit des 

Scheißschlössern" verband, habe mittlerweile diesen Landesteil und "die unglaubliche Leichtigkeit der Westfalen, die sie von den Rhein-

ländern unterscheidet" - hier zitierte Dahlheimer Johannes Rau - schätzen gelernt. Er überbrachte herzliche Grüße aus dem Ministerium 

und ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass das Geld gut angelegt sei.

 

Text und Bilder:  Marianne Laun veröffentlicht 29. August 2006 IVZ

 

 

Umbaumaßnahmen sind abgeschlossen     August 2006

Vorbereitungen für die heutige Kreis-Kulturnacht im Kulturspeicher Dörenthe

Was heißt denn nochmal Staubsauger auf Englisch? Im Kulturspeicher Dörenthe wäre diese Vokabel am Freitag sehr nützlich gewesen.

"Gut, dass ich nicht auch noch Türkisch sprechen muss", sagt Dr. Gerd Overmeyer, Vorsitzender des Fördervereins Kulturspeicher 

Dörenthe und grinst. "Sonst würde es problematisch werden." Hektisch geht es zu im Kulturspeicher Dörenthe. Und international. Die

Vorbereitungen für die Kreis-Kulturnacht am Samstag laufen auf Hochtouren. Letzte Bilder müssen an die Wand, Skulpturen zu Ende

geschweißt werden. Die 20 osteuropäischen Studenten, die ihre Werke am heutigen Samstag und für etwa 14 Tage ausstellen, sowie

die freiwilligen Helfer geben alles. Außerdem steht der WDR vor der Tür. Eine Geschichte über den Kulturspeicher soll noch am Abend

gesendet werden. Neben der Kulturnacht feiern die Mitglieder und Freunde des Kulturspeichers am Samstag außerdem das Ende der

Umbauzeit. "Bisher konnte man den Speicher in den Wintermonaten nicht für Veranstaltungen nutzen. Durch den Umbau ist das jetzt

möglich. Auch wurden die Sanitäranlagen grundlegend überholt", erläutert Overmeyer. Nun lädt der Kulturspeicher alle ein "die sich über

den gelungenen Umbau freuen". Heute um 19.30 Uhr beginnt der offizielle Teil der Kreis-Kulturnacht. Landrat Thomas Kubendorff sowie

Achim Dahlheimer vom Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen werden Grußworte sprechen. Sie repräsen-

tieren zwei Förderer des Umbaus. Das Land NRW hat sich mit 200.000 Euro, der Kreis mit 25.000 Euro an den Umbaumaßnahmen 

beteiligt. 

Der Rest der Summe, etwas 30.000 Euro, bestehe, so Overmeyer, aus Eigenmitteln. Im Anschluss an die Begrüßung beginnt die Präsen-

tation des diesjährigen KaJa-Projektes (wir berichteten). Um 20.30 Uhr spielt die Theatergruppe "Phönix 5" aus Münster das Stück "No

Time Tolouse". Der Eintritt hierfür ist frei. Mit einer Party, bei der der Umbau gebührend gefeiert wird, soll die Kreis-Kulturnacht im Kultur-

speicher zu Ende gehen. Doch damit ist das Wochenendprogramm des Kulturspeichers keineswegs beendet. Der Sonntag soll ganz im

Zeichen der Familie stehen. Beim Hafenfest ist mit vielen Nachmittagsaktionen, wie Kindertheater, Livemusik und Workshops für Unter-

haltung im Zeichen der Kultur gesorgt. Allen Vätern, denen die Entscheidung zwischen Kultur und Formel 1 schwer fällt, sei gesagt, dass

das Rennen am Sonntag im Kulturspeicher auf einer Großbildleinwand übertragen wird.

Text: Daniel Wichmann, veröffentlicht IVZ 26.08.06

 

 

 

www.kulturspeicher.net | www.kulturspeicher-doerenthe.de | www.kulturspeicher.com