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Künstlerische Positionen aus aller Welt, Ausstellung vom 8. März bis 20. April 2008

52. Ausstellung der Fédération Internationale Culturelle Féminine

Der 8. März ist ein symbolisches Datum für die Eröffnung einer

Ausstellung von Künstlerinnen aus elf Ländern. Am Internationalen

Frauentag wird weltweit viel über die Rolle von Frauen gesprochen

und nicht selten wird beklagt, dass es in einigen Bereichen an in-

ternationaler Solidarität, am Zusammenhalt, an Verständnis für-

einander fehlt. Am Samstagnachmittag trafen sich im Mettinger

Schultenhof Künstlerinnen aus aller Welt mit den Bewunderern 

ihrer Werke, vielen Kunstfreunden aus der Region und Vertretern 

aus Politik und Gesellschaft. Dabei kam es zu einem regen Ge- 

dankenaustausch, der vom Verständnis für unterschiedliche 

Kulturen, Lebensformen und künstlerischen Lebensformen und künstlerische Ausdrucksweisen geprägt war. Barbara Brüning, die

Vorsitzende das Fördervereins Schultenhof e.V., hob in ihrer Begrüßung besonders hervor, dass diese Ausstellung der "Fédération

Internationale Culturelle Féminine" (FICF) nur durch die enge Zusammenarbeit der Kunst- und Kulturvereine in Mettingen, Ibbenbüren 

und Dörenthe zustande kommen konnte.

   Ein solches Ereignis in Deutschland ausrichten zu dürfen, sei 

  ihr eine große Freude gewesen, sagte anschließend Professor

  Erika Sellmann Büsching, die Vorsitzende der deutschen Sektion

  der FICF und Organisatorin der Ausstellung. Sie sei glücklich, in

  ihrer Heimatregion die Rolle der Gastgeberin für 55 Künstlerinnen

  aus Frankreich, Griechenland, Rumänien, Polen, Schweden, Peru,

  Japan, aus der Türkei, den USA, dem Iran und aus Deutschland

  übernehmen zu dürfen. Die Zusammenstellung unterschiedlichster

  künstlerischer Positionen mache diese Präsentation besonders

                                                                                                       interessant. Sie begrüßte besonders Marie-Michelle Périgot de la

                                                                                                      Tour, die fast dreißig Jahre unermüdlich für die Interessen der FICF

                                                                                                      gekämpft hat und der diese Ausstellung gewidmet ist. 

Ihr Dank galt den Sponsoren und den vielen fleißigen Helfern, die seit Monaten zu Gelingen dieses hochrangigen Ereignisses beigetra-

gen haben. Nadéje le Lédan Déthieux ist seit 2007 die Vorsitzende der FICF. Sie hatte bei ihrer Begrüßungsrede den romantischen 

Moment der Gründung ihrer Organisation im Blick. Marguerite

Périgot de la Tour saß mit einer deutschen Künstlerin, der Nichte 

Konrad Adenauers, in Paris unter dem Eiffelturm und beide

beschlossen, dass sich deutsche Künstlerinnen dem französischen

"Club International Féminine" anschließen sollten. Daraus entstand

die FICF, die seitdem in der ganzen Welt Ausstellungen von

Künstlerinnen in höchster Qualität - so wie hier in Mettingen und

Ibbenbüren - organisiert. Ein Jahr intensiver Vorbereitung habe dies

gekostet, dafür dankte die Vorsitzende der FICF allen Mitwirkenden.

Bürgermeister Helmut Kellinghaus fand es großartig, dass die 

ganze Welt in diesen Tagen in Mettingen zu Gast ist. Er unterstrich 

die Bedeutung des Internationalen Frauentages und wünschte der Veranstaltung ein gutes Gelingen. Es sei richtig, die Welt nicht nur den

Männern zu überlassen, ein Miteinander sei in der Kunst und im täglichen Leben außerordentlich sinnvoll. 

Die stellvertretende Landrätin Annette Willebrandt eröffnete die Ausstellung, die unter der Schirmherrschaft des Europäischen

Parlaments und seines Präsidenten Hans-Gert Pöttering steht. Hier wurde der Beweis erbracht, dass durch gute Zusammenarbeit auch

in kleineren Orten Zukunftsweisendes geschaffen werden könne, sagte sie. Das Münsterland sei eine Region, die kulturell viel zu bieten

habe.

                                                                                                      Im Anschluss an die offizielle Eröffnung, die musikalisch von Birgit

 Grünwald (Querflöte) und Martin Hegel (Konzertgitarre) gestaltet

 wurde, hatten die über 250 Besucher im Kunstspeicher Gelegen- 

 heit, die Kunstwerke aus aller Welt zu betachten, mit den Schöper-

 innen ins Gespräch zu kommen oder im Katalog zu blättern. Am

 Abend wurden die Ausstellungen in der Alten Honigfabrik, dem

 Domizil des Kunstvereins Ibbenbüren, und im Kulturspeicher

 Dörenthe eröffnet. An allen Orten können die Kunstwerke bis zum

                                                                                                      20. April besichtigt werden. Öffnungszeiten: Samstags und

                                                                                                      sonntags, 15 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung.   

                                                                                                      von Brigitte Striehn veröffentlicht IVZ 10. März 2008

 

 

                                                                                                                        

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