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Gedanke Integration wird gelebt

25 Jahre Begegnungszentrum für Ausländer und Deutsche

Heute wichtiger denn je sei der vor 25 Jahren gegründete "Verein mit ehrgeizigen Zielen", Begegnungszentrum für Ausländer und Deutsche

e.V., befand am Freitagabend im Kulturspeicher Dörenthe Karl-Heinz Hagedorn, Vorstand der Gesellschaft für Arbeit und Beschäftigung

(GAB), anlässlich der Feier des 25-jährigen Bestehens dieser Einrichtung in Ibbenbüren. Viele Gäste hatten sich zu dem Fest eingefunden

und neben Blumen für die Geschäftsführerin Karin Steingröver, freute sich diese auch über Geldgeschenke für die Arbeit des Begegnungs-

zentrums. Neben den Gästen aus Politik, Verwaltung und Kirche hieß der Vorsitzende des Fördervereins, Heinrich Meyer, unter anderm

die Mitarbeiter und die Vertreter der vielen sozialen Einrichtungen willkommen, mit denen das Begegnungszentrum im Netzwerk zu-

sammenarbeitet. Meyer hielt einen kurzen Rückblick auf die 25 Jahre Arbeit des Begegnungszentrums und lobte die Mitarbeiter, allen vor-

an Geschäftsführerin Karin Steingröver, die das Haus, unterstützt von Ralf Jenders, umsichtig führe und viele Kontakte knüpfe. 

In seiner Festrede würdigte Karl-Heinz Hagedorn die zahlreichen erfolgreichen Projekte des Begegnungszentrums für Ausländer und 

Deutsche, wie zum Beispiel die Werkstatt für Damenschneiderinnen, die Beratungsstelle für Migrationserstberatung (keine andere Kom-

mune im Kreis hat ein so gutes Migrationssystem"), das Arbeitslosenzentrum für Ausländer und Deutsche, die Beratungsstelle für Asyl-

bewerber, die Kinderbetreuungseinrichtung "Pusteblume" ("auch hier hat das Begegnungszentrum eine sehr gute Vorreiterrolle über-

nommen"), das Familienzentrum Laggenbeck, das Feldbahnprojekt am Mariannenschacht und das Internetcafé für Senioren. Nach 25 

Jahren habe das Begegnungszentrum für Ausländer und Deutsche nichts von seinen Zeilen und Grundfesten aufgegeben. Dafür dankte

Hagedorn dem Begegnungszentrum, allen voran dessen Leiterin Karin Steingröver. Nicht zuletzt sei dort erkannt worden, dass arbeits-

marktpolitische Maßnahmen den Integrationsprozess stützen. So trage das Begegnungszentrum dafür Sorge, dass Menschen, die aus

dem Arbeitsprozess ausgegrenzt waren, sich und ihre Fähigkeiten erproben könnten, unter anderem in Möbelbörse und Kreativwerkstatt.

"68 Menschen arbeiten insgesamt in diesem Segment." Damit sei das Begegnungszentrum zweitstärkster Träger in diesem Arbeits-

marktsegment im Kreis. Das Haus an der Breiten Strasse sei ein Haus der Begegnung, in dem einschließlich  der Auszubildenden 45

Menschen arbeiten, "die den Gedanken der Integration leben und stolz darauf sind, Mitarbeiter des Begegnungszentrums zu sein". 

Und das Begegnungszentrum habe Konzepte, lobte Hagedorn, der die vier Grundziele skizzierte: das soziale Ziel, Menschen kompetent

zu begleiten, das wirtschaftliche Ziel, zuzusehen, dass sie Menschen sich durch Arbeit einbringen und unterhalten können, das Ziel der

sprachlichen Integration und den kulturellen Aspekt, die Menschen vertraut zu machen mit einem neuen Kulturkreis. Die demografische

Entwicklung lasse erkennen, dass Ibbenbüren auch in den kommenden Jahren Zuwanderung haben müsse und werde, weshalb die Inte-

grationsarbeit des Begegnungszentrums unvermindert wichtig sei. Gute Integrationsarbeit sei nicht nur ein soziales, sondern auch ein

wirtschaftliches Interesse der Stadt. Deshalb dürfe das Begegnungszentrum aber auch "niemals eine öffentliche Spardose werden". 

Vor 25 Jahren sei eine Schar von Leuten sich einig gewesen in der Überzeugung, dass mehr für die Integration von Ausländern getan 

werden müsse, erinnerte Bürgermeister Heinz Steingröver in seinem Grußwort zum Jubiläum an die Anfänge. Zu den vielen Zuwanderern,

die, vor allen aus der Türkei, als Gastarbeiter gekommen waren, sei eine zunehmende Zahl von Asylbewerbern gekommen. "Damit wusste

keiner so recht umzugehen", so der Bürgermeister. Ein Container sei neben dem anderen gestellt worden. So sei "eine drängende Situ-

ation" entstanden, die man nicht vorhergesehen hatte und für die man kein Rezept hatte". Im Salon Smutny sei das Begegnungszentrum

angefangen, lange bevor die heutige Immobilie an der Breiten Strasse für diesen Zweck genutzt werden konnte, woran nicht zuletzt Ludger

Lindmeyer seinen Anteil gehabt habe, erinnerte Steingröver. Steingröver: "Die Entwicklung des Vereins Begegnungszentrum konnte nie-

mand voraussehen, aber es hat sich gezeigt, dass viel Gutes entstanden ist und weiter daraus entwächst." Das Begegnungszentrum habe

stets kurzfristig und sehr flexibel auf neue Aufgaben reagiert, das helfe auch der Stadt. "Ibbenbüren ist eine soziale Stadt". Jüngster

wichtiger Schritt sei das Familienzentrum in Laggenbeck.

Der festliche Geburtstagsabend für das Begegnungszentrum wurde am Freitagabend musikalisch gestaltet vom "Trio Unisono", das be-

schwingt-gediegene Stimmung verbreitete. Für den nötigen Schuss Leichtigkeit und Heiterkeit sorgte "Quasi So Impro" mit unterhaltsam

improvisierten Stückchen, in die das Publikum mitunter aktiv einbezogen wurde.

Text: Cornelia Ruholl, veröffentlicht IVZ 12.11.07

  

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